LR Ragger: "Jetzt auch Minister Hundstorfer mit unkorrekten Anti-Kärnten-Aussagen"

"Arbeitslosigkeit ernst genug - Hundsdorfer soll aber Kärnten nicht zusätzliche Negativrolle zuordnen"

Klagenfurt (OTS) - "Die größte Herausforderung für die gesamte Politik besteht darin, die Arbeitslosigkeit zu senken. Die Entwicklung der vergangenen beiden Jahre ist höchst unerfreulich. Daher verstärkt auch das Sozialreferat seine Anstrengungen vor allem für Jugendliche, beeinträchtigte Personen und für all jene, die aus der Mindestsicherung wieder in eine geregelte Beschäftigung kommen wollen", erklärte der Kärntner Sozialreferent LR. Mag. Christian Ragger. Er kündigte an, dass er ab dem Frühjahr mit den Gemeinden Beschäftigungsprojekte starten werde, die Empfängern von Mindestsicherung eine neue Perspektive bieten sollten.
Ragger hofft, dass dies in Kombination mit den von Sozialminister Rudolf Hundstorfer angekündigten zusätzlichen Bemühungen des AMS positive Effekte bringen wird.

Als unpassend empfindet es aber LR Ragger, wenn Minister Hundstorfer im selben Atemzug mit falschen Zahlen agiert, um die derzeit üblichen Kärnten-Attacken durch die Bundesregierung zu verstärken. "Es ist einfach unrichtig, wenn Hundstorfer Kärnten die höchsten Arbeitslosenquote von Österreich zuordnet. Dabei verweist Ragger auf folgende APA-Aussendung über die vorjährige Arbeitslosenentwicklung vom 1. Jänner 2010: "Unter den Bundesländern hatte Oberösterreich mit plus 19,6 Prozent den stärksten Zuwachs an gemeldeten Arbeitslosen, gefolgt von Vorarlberg (17,9) und Niederösterreich (10,7). Unter dem Durchschnitt lag der Anstieg in Tirol (8,6), der Steiermark (7,3), Kärnten (7,2), Salzburg (6,4) und Wien (5,1).

Auf der eigenen AMS-Homepage von Minister Hundstorfer heißt es: "Der Anteil der arbeitslosen Jugendlichen gemessen an der Gesamtarbeitslosenzahl hat sich damit bundesweit auf 15,8% verringert. Regional betrachtet ist der Rückgang in Vorarlberg und Kärnten am stärksten, während er in Wien angestiegen ist."
Faktum sei auch, dass die Steiermark mit einer Arbeitslosenquote von 9,8 % die höchste in Österreich verzeichne (Kärnten 9,3 %).
LR Ragger betont, dass mit diesen Hinweisen die unerfreuliche allgemeine Situation auf dem Arbeitsmarkt keinesfalls verharmlost werden sollte. "Mit diesem Problem haben leider alle Bundesländer zu kämpfen und es ist wenig hilfreich, wenn der Sozialminister wider besseren Wissens Kärnten noch eine besonders negative Position zuordnet", so Ragger abschließend. .

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