- 22.01.2010, 09:21:39
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"Cold Spots": Allianz warnt vor Schneedruck-Risken
Oberösterreich und Steiermark besonders gefährdet
Wien (OTS) - Heftige Schneefälle - wie diesen Donnerstag - gepaart
mit wechselnden Wetterfronten, erhöhen die Gefahr von Schneedruck.
Laut Risikoforschung der Allianz finden sich Schneedruckschäden
überraschenderweise seltener in Westösterreich als in den alpinen
Regionen Oberösterreichs und der Steiermark. Im bisherigen
"Rekordjahr" 2006 kam es durch Schneedruck österreichweit zu einem
Gesamtschaden von knapp 400 Millionen Euro.
Winter bedeutet nicht nur friedliche tiefverschneite Landschaften,
Pistenvergnügen und Après-Ski, sondern in dieser Jahreszeit lauern
auch zahlreiche Gefahren. Österreich als alpines Land mit seinen
reich gegliederten Landschaftsformen ist diesen Gefahren in
besonderer Weise ausgesetzt, beispielsweise den Folgen des
Schneedrucks. "Die Schneedruckbedrohung wandert nach oben", erklärt
Mag. Rupert Pichler, Meteorologe bei der Allianz. Als "Cold Spots"
gelten die Dachstein- sowie die Hochschwab-Region, der nördlichste
Teil des Mühlviertels sowie der Tennengau.
Flachdächer besonders gefährdet, Schneehöhe allein kein
Gefahren-Indikator
Das Schneedruck-Risiko ist immer als Wechselwirkung zwischen Natur
und Bauweise zu sehen. Adäquate Bauweise ist dementsprechend auch die
wichtigste Form der Prävention. "Je steiler das Dach, desto geringer
ist die Schneedruckgefahr", erklärt Pichler. Zumeist kommt es gerade
bei gewerblich genutzten Objekten zu höheren Schäden, da diese
vermehrt über Flachdächer verfügen. Kommt es zu dichtem Schneefall,
wechselnden Wetterfronten und Regen, kann es schnell gefährlich
werden - zumal der Schnee sich verfestigt und damit an Dichte und
Gewicht zulegt: "Nasser Schnee in Kombination mit Eis hat im
Vergleich zu Pulverschnee eine bis zu neunfache Dichte", erklärt
Pichler. Dreißig Zentimeter Nassschnee können demnach viel
gefährlicher sein als ein Meter Pulverschnee: "Die Schneehöhe alleine
sagt somit nichts über die tatsächliche Gefahr aus." Die ZAMG
(Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) arbeite bereits an
einem System zur Messung des Schneedrucks, das dann im Bedarfsfall
individuell eingesetzt werden kann, um damit die Lücke zu den
bisherigen reinen Schneehöhenbeobachtungen zu schließen.
Gefährlich kann nicht nur der Schneedruck sein, sondern auch die
Beseitigung des Schnees. "Das Abschaufeln, speziell von Steildächern,
sollte man auf jeden Fall Profis wie z.B. der Feuerwehr überlassen",
so Pichler. Versicherungsschutz gegen Schneedruck hat man übrigens in
jeder Sturmversicherung. Auch indirekter Schneedruck ist versichert:
Dieser tritt beispielsweise dann auf, wenn ein Ast eines Baumes den
Schneelasten nicht mehr standhält und auf ein Haus fällt.
Kunden profitieren von Risikoforschung
Um Gefahrenzonen präzisieren und entsprechende
Präventionsmaßnahmen ergreifen zu können, ist intensive Forschung
notwendig, die die Risiken von Naturkatastrophen in Österreich unter
die Lupe nimmt. Als erste große Versicherung unseres Landes
beschäftigt die Allianz daher mit Mag. Rupert Pichler einen
angestellten Meteorologen: "Uns geht es um eine möglichst frühe
Kenntnis der Naturkatastrophen-Risken in ihren verschiedenen
Ausprägungen und regionalen Schwerpunkten," erklärt Pichler. "Davon
profitieren auch unsere Kunden: Im Fall des Falles können die mobilen
Schadenbegutachter schneller vor Ort sein, um rasche und
unbürokratische Hilfe für die Betroffenen sicherzustellen."
Rückfragehinweis:
Dr. Marita Roloff Unternehmenskommunikation Allianz Gruppe in Österreich Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien Tel: 01/878 07 - 80690, Fax: - 40261 E-Mail: [email protected] Internet: www.allianz.at
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