"Cold Spots": Allianz warnt vor Schneedruck-Risken

Oberösterreich und Steiermark besonders gefährdet

Wien (OTS) - Heftige Schneefälle - wie diesen Donnerstag - gepaart mit wechselnden Wetterfronten, erhöhen die Gefahr von Schneedruck. Laut Risikoforschung der Allianz finden sich Schneedruckschäden überraschenderweise seltener in Westösterreich als in den alpinen Regionen Oberösterreichs und der Steiermark. Im bisherigen "Rekordjahr" 2006 kam es durch Schneedruck österreichweit zu einem Gesamtschaden von knapp 400 Millionen Euro.

Winter bedeutet nicht nur friedliche tiefverschneite Landschaften, Pistenvergnügen und Après-Ski, sondern in dieser Jahreszeit lauern auch zahlreiche Gefahren. Österreich als alpines Land mit seinen reich gegliederten Landschaftsformen ist diesen Gefahren in besonderer Weise ausgesetzt, beispielsweise den Folgen des Schneedrucks. "Die Schneedruckbedrohung wandert nach oben", erklärt Mag. Rupert Pichler, Meteorologe bei der Allianz. Als "Cold Spots" gelten die Dachstein- sowie die Hochschwab-Region, der nördlichste Teil des Mühlviertels sowie der Tennengau.

Flachdächer besonders gefährdet, Schneehöhe allein kein Gefahren-Indikator

Das Schneedruck-Risiko ist immer als Wechselwirkung zwischen Natur und Bauweise zu sehen. Adäquate Bauweise ist dementsprechend auch die wichtigste Form der Prävention. "Je steiler das Dach, desto geringer ist die Schneedruckgefahr", erklärt Pichler. Zumeist kommt es gerade bei gewerblich genutzten Objekten zu höheren Schäden, da diese vermehrt über Flachdächer verfügen. Kommt es zu dichtem Schneefall, wechselnden Wetterfronten und Regen, kann es schnell gefährlich werden - zumal der Schnee sich verfestigt und damit an Dichte und Gewicht zulegt: "Nasser Schnee in Kombination mit Eis hat im Vergleich zu Pulverschnee eine bis zu neunfache Dichte", erklärt Pichler. Dreißig Zentimeter Nassschnee können demnach viel gefährlicher sein als ein Meter Pulverschnee: "Die Schneehöhe alleine sagt somit nichts über die tatsächliche Gefahr aus." Die ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) arbeite bereits an einem System zur Messung des Schneedrucks, das dann im Bedarfsfall individuell eingesetzt werden kann, um damit die Lücke zu den bisherigen reinen Schneehöhenbeobachtungen zu schließen.

Gefährlich kann nicht nur der Schneedruck sein, sondern auch die Beseitigung des Schnees. "Das Abschaufeln, speziell von Steildächern, sollte man auf jeden Fall Profis wie z.B. der Feuerwehr überlassen", so Pichler. Versicherungsschutz gegen Schneedruck hat man übrigens in jeder Sturmversicherung. Auch indirekter Schneedruck ist versichert:
Dieser tritt beispielsweise dann auf, wenn ein Ast eines Baumes den Schneelasten nicht mehr standhält und auf ein Haus fällt.

Kunden profitieren von Risikoforschung

Um Gefahrenzonen präzisieren und entsprechende Präventionsmaßnahmen ergreifen zu können, ist intensive Forschung notwendig, die die Risiken von Naturkatastrophen in Österreich unter die Lupe nimmt. Als erste große Versicherung unseres Landes beschäftigt die Allianz daher mit Mag. Rupert Pichler einen angestellten Meteorologen: "Uns geht es um eine möglichst frühe Kenntnis der Naturkatastrophen-Risken in ihren verschiedenen Ausprägungen und regionalen Schwerpunkten," erklärt Pichler. "Davon profitieren auch unsere Kunden: Im Fall des Falles können die mobilen Schadenbegutachter schneller vor Ort sein, um rasche und unbürokratische Hilfe für die Betroffenen sicherzustellen."

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