Sima lädt zu Anti-Atom-Talk mit Beppe Grillo

8. Februar: Italienischer Star-Kabarettist und Polit-Aktivist aktiv gegen AKW Mochovce

Wien (OTS) - Einen starken Verbündeten im Kampf gegen das slowakische Atomkraftwerk Mochovce lädt Umweltstadträtin Ulli Sima am 8. Februar ins Wiener Rathaus: Den italienischen Star-Kabarettisten und Polit-Aktivisten Beppe Grillo. Das AKW Mochovce soll nur 160 km von Wien entfernt vom italienischen Energieversorger ENEL weitergebaut werden. Die Sicherheitsmängel sind dramatisch, der Fertigbau würde die atomare Bedrohung für Wien verdoppeln. "Ich freue mich über die Unterstützung durch Beppe Grillo, gemeinsam wollen wir auch in Italien den Kampf gegen Mochovce weitertreiben", so Umweltstadträtin Ulli Sima. Sie lädt alle Wienerinnen und Wiener zum Anti-Atom-Talk ins Rathaus ein.

204.162 Unterschriften gegen Mochovce

Beim grenzüberschreitenden UVP-Verfahren im letzten Herbst haben über 200.000 Wienerinnen und Wiener ihren persönlichen Einspruch gegen den Weiterbau erhoben. Die Unterschriften wurden dem zuständigen Umweltministers Berlakovich übergeben, damit die Sicherheitsbedenken aus Wien in die Verhandlungen des Umweltministeriums mit den slowakischen Behörden einfließen. Im Dezember 2009 hat die Wiener Landesregierung eine EU-Beschwerde zum UVP-Verfahren nach Brüssel geschickt, damit gesichert ist, dass das Verfahren europäischen Standards entspricht.

Mängel im AKW Mochovce dramatisch

Bereits im Jahr 1981 wurde der Bau des AKW Mochovce mit 4 Blöcken des Typs WWER440/V213 in Angriff genommen; die beiden ersten Blöcke gingen 1998 bzw. 1999 in Betrieb. Für Block 3 und 4 reichten die finanziellen Mittel nicht. 1992 kam es endgültig zum Baustopp. Mit einer Baubewilligung von 1986 sollen die beiden Blöcke nun fertig gestellt werden. Eigentümer ist zu 66 % mittlerweile der italienische Energieversorger ENEL.

"Die Sicherheitsprobleme in Mochovce sind enorm, es handelt sich um ein AKW aus den 80er Jahren, das nun fertig gebaut werden soll, und zwar mit Teilen, die nun über 20 Jahre alt sind", warnt Sima. Eine Studie des Österreichischen Ökologieinstituts im Auftrag der Wiener Umweltanwaltschaft analysiert die zentralen Mängel im AKW, das nur 160 km von Wien entfernt liegt. Das Atomkraftwerk hat keine Schutzhülle, das im Falle eines Unfalls den Austritt der Radioaktivität verhindert. Die Fragen der Erdbebengefahr und auch der Brandgefahr sind nach wie vor ungeklärt. Dramatisch sind weiters die Folgen der Alterung der über 20 Jahre eingemotteten Teile, die nun beim Weiterbau verwendet werden sollen. "Bislang gibt es von Betreiberseite keine Antworten auf diese Sicherheitsprobleme, ein Weiterbau ist daher unverantwortlich", so Sima.

8. Februar - ein Abend gegen die Atomkraft

In Italien ist Beppe Grillo als Kabarettist und Polit-Aktivist bekannt, seine Plattform www.beppegrillo.it zählt zu den meistbesuchten Seiten Italiens. Er unterstützt die Stadt Wien nun im Kampf gegen Mochovce.

8. Februar: Wappensaal des Wiener Rathauses, Beginn 18.00 Uhr. Anmeldung unter antiatomtalk@wien.gv.at oder 4000 - 81346 an. Die Veranstaltung wird simultan übersetzt.

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