JG-Tauß: ÖVP zeigt mit Superpraktikant, was sie von Chancengleichheit, Förderungen und erwerbstätigen Frauen hält

Pröll legitimiert unbezahlte Arbeit

Wien (OTS/SK) - "Mit dem Finale zum Superpraktikanten bringt die ÖVP einmal mehr zum Ausdruck, was sie von Chancengleichheit und der Förderung junger Menschen hält. Gleichzeitig verhöhnt Vizekanzler Josef Pröll alle jungen Menschen, die unbezahlte Praktika machen müssen und die Gewerkschaften, die dagegen ankämpfen", betonte JG-Bundesvorsitzende, Tina Tauß, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst am Donnerstag. Tauß weiter: "Während die SPÖ ein großes Arbeitsmarktpaket vorgelegt hat, das die Garantie für Lehrlinge auf einen Ausbildungsplatz sowie die Aktion Zukunft Jugend für 19- bis 24-Jährige enthält, feiert die ÖVP unbezahlte Praktikumsplätze ab", machte Tauß deutlich. ****

Es sei längst überfällig, die Wirtschaft bei der Ausbildung von jungen Menschen zur Verantwortung zu ziehen. "Es gibt absolut keinen Grund, Menschen für sich arbeiten zu lassen, ohne sie dafür zu bezahlen", so Tauß. Pröll handle mit dieser Aktion politisch absolut verantwortungslos.

Darüber hinaus müsse endlich eine gesetzliche Regelung für die Bezahlung von PraktikantInnen in Form von Kollektivverträgen geschaffen werden und Wirtschaft und öffentlicher Dienst sollten sich dazu verpflichten eine bestimmte Anzahl von PraktikantInnen jährlich aufzunehmen.

Während die ÖVP ein Transferkonto fordere, um jeden Cent, den Menschen mit geringem Einkommen erhalten, noch einmal kontrollieren und gegebenenfalls streichen zu können, gehe die ÖVP mit der Superpraktikant-Aktion noch einen Schritt weiter, indem sie unbezahlte Arbeit fördere. Tauß stellte dazu klar: "Ein Großteil der SozialhilfeempfängerInnen ist nicht arbeitslos, sondern erhält Ergänzungen zu ihrem Einkommen, weil viele von ihrem Gehalt ganz einfach nicht leben können." Hier stehle sich die Wirtschaft aus ihrer Verantwortung und nun erhält sie auch noch das Signal, dass unbezahlte Arbeit legitim sei.

Als ein Symbol der ÖVP-Politik bezeichnete Tauß die nicht gender-adäquate Bezeichnung "Superpraktikant". "Hier zeigt die ÖVP, in welchem Jahrhundert sie steckengeblieben ist und was sie von erwerbstätigen Frauen grundsätzlich hält. Wir haben verstanden, Herr Pröll." (Schluss) df

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