GM-Aspern-Betriebsrat fordert Rücknahme der Schließungspläne für Antwerpen

Europäischer Betriebsrat: Werksschließung in Belgien wirtschaftlich unsinnig

Wien (OTS) - (PRO-GE/GPA-djp/ÖGB) - Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Opel, Nick Reilly, hat heute in Brüssel die Absicht angekündigt, das Werk in Antwerpen (Belgien) zu schließen. "Diese Absicht ist eine rein politisch motivierte Entscheidung gegen den Standort Antwerpen. Vertragsbruch und Verlagerung nach Südkorea sind die Gründe für die beabsichtigte Schließung und nicht Überkapazitäten", kritisieren das Europäische Arbeitnehmerforum (EEF) sowie alle europäischen Gewerkschaften der Opel und Powertrain Standorte. Auch der Betriebsrat des Opel-Werkes in Wien Aspern erklärt sich mit den Beschäftigten in Antwerpen solidarisch. "Wir verurteilen diese einseitige und wirtschaftlich unsinnige Absicht", sagen ArbeiterInnenbetriebsrätin Renate Blauensteiner und Angestelltenbetriebsrat Willi Braun. ++++

Im Falle der Schließung breche General Motors (GM) den Vertrag mit dem europäischen Betriebsrat über die Produktion eines neuen kleinen SUV-Fahrzeuges. Die Beschäftigten von Antwerpen haben für dieses Produkt seit 2007 Beiträge geleistet. Diese belaufen sich laut EEF auf rund 26 Millionen Euro pro Jahr. Dieses Fahrzeug soll jetzt wie der Antara aus Südkorea nach Europa geliefert werden.

Die flämische Regierung sei bereit, Opel mit bis zu 500 Millionen Euro zu unterstützen. GM habe diese Unterstützung abgewiesen, betont das EEF in einer Pressemitteilung. Gemeinsame Studien des EEF und des Managements haben ergeben, dass es wirtschaftlich sinnvoller ist, Antwerpen offen zu halten: "Millionen Kredite müssten aufgenommen werden, um die Schließungsabsichten von Nick Reilly zu realisieren. Diese Kredite müssten von den Beschäftigten der anderen Standorte in Europa zurückbezahlt werden und würden bei dringend notwendigen Investitionen in Produkt und neue Märkte fehlen", erklärt der EEF.

Wien, 21. Jänner 2010

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