ÖH Salzburg fordert ein faires Praktikumsgesetz

Statt zynische "Superpraktikanten"-Wettbewerbe zu betreiben sollte die ÖVP Maßnahmen gegen die Ausbeutung von PraktikantInnen setzen.

Wien (OTS) - Während heute die von ÖVP-Chef Josef Pröll initiierte

Superpraktikanten-Show ins Finale geht, weist die Österreichischen HochschülerInnenschaft Salzburg (ÖH) auf die triste Situation zahlloser PraktikantInnen hin. "Die Aktion Superpraktikant ist bezeichnend für die Politik der ÖVP gegenüber Österreichs Studierenden", ärgert sich ÖH-Salzburg Vorsitzende Tatjana Markl (GRAS), "Anstatt die Probleme der Generation Praktikum zu lösen veranstaltet die ÖVP zynische Wettbewerbe, die an der Realität der PraktikantInnen vollkommen vorbeigehen."

"Die Zahl der PraktikantInnen hat infolge der Verankerung von Pflichtpraktika in den Studienplänen der Universitäten und Fachhochschulen rasant zugenommen", analysiert Elisabeth Piller vom ÖH-Vorsitzteam (GRAS), "Darüber hinaus missbrauchen viele ArbeitgeberInnen dieses Arbeitsverhältnis und bieten 'Scheinpraktika' ohne Bezahlung und Versicherungsschutz an."

"Es braucht dringend ein österreichweites PraktikantInnenausbildungsgesetz mit eindeutigen Regelungen, welche Mindeststandards ein Praktikum zu erfüllen hat", fordert Svjetlana Vulin (VSSTÖ) vom Vorsitzteam der ÖH Salzburg. "Diese Qualitätsmerkmale betreffen vor allem einen Mindestlohn von 800 Euro und die umfassende Versicherung der PraktikantInnen. Außerdem muss der Ausbildungswert des Praktikums klar im Vordergrund stehen."

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