FPÖ: Regierung desavouiert Linzer Med-Uni-Projekt durch konsequentes Nichtstun

Graf/Karlsböck: Riesiger Bedarf an Ärzten vorhanden, doch der ÖVP fehlt der politische Wille

Wien (OTS) - Die FPÖ kritisiert die Untätigkeit des Wissenschaftsministeriums bei der Schaffung einer zusätzlichen Medizinischen Universität in Linz. Ärztesprecher NAbg. Andreas Karlsböck: "Johannes Hahn ignoriert seit einem Jahr den drohenden Ärztemangel in Österreich und stellt sich in dieser Frage genauso taub wie in allen anderen brennenden Fragen der österreichischen Hochschulpolitik." Es sei evident, dass die drei bestehenden medizinischen Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck Grund der Zugangsbeschränkungen nicht mehr genug Ärzte ausbilden könnten, ergänzt Wissenschaftssprecher NAbg. Martin Graf: "Linz ist ideal geeignet, weil hier in einem bevölkerungsreichen Raum eine Lücke geschlossen wird. Zudem ist eine Universität eine wichtige Bildungseinrichtung, und Bildung soll - gerade in einem so wichtigen Bereich wie der Medizin - in Österreich möglichst flächendeckend zur Verfügung stehen."

Die Frage des Bedarfs sei längst geklärt und durch die heutige Projekt-Präsentation im Parlament erneut untermauert worden, so Graf. Jetzt gehe es nur noch um politisches Wollen, das Hahn und der ÖVP offenbar fehle, während allen anderen Parteien klar sei, dass sich rasch etwas tun müsse. "Wie üblich kann sich die SPÖ in der Regierung nicht durchsetzen", konstatiert der freiheitliche Wissenschaftssprecher. Es sei ein Skandal, dass die entsprechenden Entschließungsanträge im Wissenschaftsausschuss seit einem Jahr immer wieder vertagt würden, so Karlsböck: "Währenddessen müssen Österreichs Studenten um teures Geld ins Ausland studieren gehen, weil die bestehenden Med-Unis für viele keine Kapazitäten mehr haben."

Unterstützung für die Blockade- und Verhinderungspolitik des Noch-Wissenschaftsministers komme von dessen Parteichef Josef Pröll, der offenbar nicht willens sei, das Vakuum im Ministerium nach Hahns Wechsel nach Brüssel endlich zu füllen, kritisiert Graf: "Es muss jetzt endlich ein neuer Wissenschaftsminister her, der die Dinge anpackt, und die medizinische Universität in Linz sollte er ganz oben auf die Prioritätenliste setzen."

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4468

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0006