NÖGKK: Was tun bei Grippe und Co?

Infos rund um Krankenstand und Krankenbesucher

St. Pölten (OTS) - Winterzeit ist Grippezeit - laut Statistik der NÖ Gebietskrankenkasse steigen die Erkran-kungen an grippalen Infekten und der echten Grippe jede Woche an: Letzte Woche waren in Niederösterreich bereits 3844 Personen davon betroffen. Für alle, die erwerbstätig sind, heißt das: Ab in den Krankenstand.

Was ist bei einem Krankenstand zu tun? Informieren Sie Ihren Dienstgeber und suchen Sie einen (Vertrags-)Arzt auf, der die Arbeitsunfähigkeit auf Grund der Krankheit bestätigt. Die-se Arbeitsunfähigkeit ist naturgemäß nicht bei allen gleich: Ins Büro kann man mit leichtem Halsweh problemlos gehen - ein hauptberuflicher Sänger ist aber eindeutig "arbeitsunfä-hig". Der Arzt macht die Meldung an die Krankenkasse, die im Anschluss an die gesetzliche Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers auch als Ausgleich zum Verdienstentgang Kranken-geld zahlt.

Immer wieder bekommen Patienten Besuch von der Krankenkasse - vor allem bei längeren Krankenständen. Die Krankenbesucher der NÖGKK sind das Bindeglied zwischen Arzt, Patient und Krankenkasse. Ziel ist die Überprüfung, ob die ärztlichen Anordnungen befolgt werden. Durch diese Kontrolle können unberechtigte Krankenstände vermieden werden und die volkswirtschaftlich bedeutsame Ausfallquote der Arbeitskräfte in erträglichen Gren-zen gehalten werden. Im Vorfeld gibt es ein Gespräch mit dem Arzt, welche Patienten in Frage kommen - damit wird ausgeschlossen, dass ein Schwerarbeiter mit Beinbruch nach einer Woche besucht wird - der selbstverständlich gar nicht arbeitsfähig sein kann. Der Krankenbesucher weist sich beim Patienten als Mitarbeiter der NÖGKK aus und erkundigt sich nach eventuellen ausständigen Therapien; spricht nichts für einen weiteren Kran-kenstand, bekommt der Patient einen Termin beim Kontrollarzt.

Was tun im Krankenstand?

  • Umgehende Meldung an den Dienstgeber.
  • Der Arzt stellt die Arbeitsunfähigkeit in Folge Krankheit fest und meldet dies an die NÖGKK.
  • Anordnungen des Arztes (z. B. Bettruhe) und bewilligte Ausgehzeiten sind einzuhal-ten.
  • Änderungen des Aufenthaltsortes während des Krankenstandes sind der Kasse zu melden. Liegt dieser außerhalb von Niederösterreich, ist vorher die Zustimmung der Kasse einzuholen.
  • Gesundmeldung durch den Arzt.
  • Der Dienstgeber erhält die ärztliche Bescheinigung über die Dauer der Arbeitsunfä-higkeit infolge der Erkrankungen (selbstverständlich ohne Angabe der Kran-kenstandsdiagnose!).

Fakten zum Krankenstand*:

  • Jeder 3. Erwerbstätige, der bei der NÖGKK versichert ist, geht 1x /Jahr in den Krankenstand.
  • Die durchschnittliche Krankenstandsdauer der Erwerbstätigen beträgt 12 Tage (krankenversicherte Arbeitslose: 24 Tage)
  • 57 Prozent der Krankenstände werden von Männern, 43 Prozent von Frauen genommen.
  • Die häufigsten Krankheiten betreffen die oberen Atemwege, Erkrankungen des Skeletts, der Muskeln und des Bewegungsapparates sowie Darminfektionen.

*Quelle: statistische Nachweisungen NÖGKK (2008)

Mehr Informationen zum Thema gibt es in den Service-Centern der NÖ Gebietskranken-kasse bzw. im Internet unter www.noegkk.at

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