Durchtauchen in alter Manier (von Daniela Gross)

Ausgabe 21. Jan. 2010

Klagenfurt (OTS) - Wie soll man jemanden zur Verantwortung ziehen, wenn man gar keine Absicht hegt, nach den Verantwortlichen per se zu suchen? In Kärnten heißt das Schauspiel Untersuchungsausschuss zur Hypo, Teil zwei. Hauptdarsteller: der schwarze Klubchef Stephan Tauschitz, der bereits den zweiten Anlauf nimmt, um Licht in das Hypo-Dunkel zu bringen. Nur weiß er schon im Vorhinein, wohin er leuchten soll, damit bloß nicht die ÖVP im Scheinwerferlicht steht.

So führt er eine Instanz ad absurdum, indem er sie ihres Zwecks beraubt: des Aufdeckens. Denn Tauschitz hat das schon erledigt und die alleinige politische Verantwortung Jörg Haider zugeschrieben. Aber hoppla: Saß nicht auch seine Volkspartei in der Landesholding? Das hat man schon beim ersten Ausschuss anno 2007 gekonnt ignoriert -und übrig blieben eine Farce und ein Persilschein für die ÖVP.

Verantwortliche zu finden setzt voraus, dass man sie suchen will. Stattdessen wird weggeschaut - und durchgetaucht.

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