Oberhauser zu Mindestsicherung: Herr Kickl, lassen Sie die Kirche im Dorf!

FPÖ soll Menschen nicht mit falschen Behauptungen zur bedarfsorientierten Mindestsicherung verunsichern

Wien (OTS/SK) - "Von den Sozialhilfe-Haushalten in Österreich
sind geschätzt 1 Prozent oder rund 1.000 Haushalte mit Familien mit drei Kindern, die nur von der Sozialhilfe leben. Wieso sind es so wenige, wenn der Anreiz von Sozialhilfe statt von Arbeitseinkommen leben zu wollen, so groß sein soll? Lassen Sie also bitte die Kirche im Dorf, Herr Kickl", kritisiert die Vizepräsidentin des ÖGB, SPÖ-Nationalratsabgeordnete Sabine Oberhauser die heutigen Aussagen des FPÖ-Abgeordneten. ****

"FP-Kickl sollte sich, bevor er mit polemischen Aussagen auf sich aufmerksam macht, einmal vor Augen führen, was es bedeutet von Sozialhilfe zu leben. Was es bedeutet, womöglich den Bausparer für die Kinder auflösen oder sich von seinem Auto trennen zu müssen. Er sollte sich vor Augen führen, mit wie viel Scham und Demütigung Sozialhilfe oft verbunden ist", betonte Oberhauser.

Bedarfsorientierte Mindestsicherung ist Sprungbrett ins Erwerbsleben

Als "jeglicher Grundlage entbehrend" bezeichnete Oberhauser die Behauptung von Kickl, dass die bedarfsorientierte Mindestsicherung zu einer Massenfluchtbewegung von der Erwerbsarbeit in die soziale Hängematte führen würde. "Die bedarfsorientierte Mindestsicherung ist ein Sprungbrett zurück ins Erwerbsleben. Es wird ein stärkerer Fokus auf die Wiedereingliederung von nicht erwerbstätigen Beziehern gelegt als es bei der aktuellen Sozialhilfe der Fall ist", so Oberhauser abschließend. (Schluss) sm

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