Regner zu Reding-Hearing: Wo bleibt der Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer?

Reding hat souverän agiert, einige Antworten blieben aber aus

Wien (OTS/SK) - "Sachlich und souverän" habe Viviane Reding ihr Hearing gemeistert, so die stv. Vorsitzende des Rechtsausschusses im Europäischen Parlament, Evelyn Regner, am Dienstag. Glaubwürdig setze sich Reding für die Fortentwicklung von europäischem Zivil-, Prozess-und Unternehmensrecht ein, die Frage zur Weiterentwicklung des Arbeitsrechts wird nicht erwähnt. Denn: "Wenn Reding vom europäischen Rechtsraum spricht, sieht sie durch die Marktbrille und antwortet auch dementsprechend", so Regner. ****

"Es ist bedenklich, wenn die Kommissarin für Justiz gar nicht auf das Arbeitsrecht eingeht", zeigt sich Regner wenig erfreut. Zwar habe Reding immer wieder davon gesprochen, dass es ihr um den Schutz der Schwächeren gehe, habe jedoch keinerlei Maßnahmen angekündigt, die auf die Verbesserung der Situation von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Europa eingehen. So wäre eine Initiative zur Verbesserung grenzüberschreitender Verwaltungszusammenarbeit der Behörden im Arbeitsrecht notwendig, erläutert Regner. Was im Bereich der Justiz- und Strafverfolgung selbstverständlich ist, ist im Arbeitsrecht in weiter Ferne - etwa der Informationsaustausch zwischen den Behörden in einzelnen Mitgliedstaaten. Diese Zusammenarbeit wäre aber notwendig, um die Einhaltung von Lohn- und Sozialstandards, insbesondere bei Entsendungen, zu garantieren. (Schluss) as

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0008