"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Saubere Parteifreunde"

Straches Persilschein für seinen Spezi Scheuch wird wohl nicht lange halten.

Wien (OTS) - Eigentlich sollte Uwe Scheuch unter seinem braunen Anzug kein schwarzes Gilet, sondern eine weiße Weste tragen. Dass er eine solche hat, beteuert der neuerlich blau Gefärbte ja bei jeder Gelegenheit.
Politische Verantwortung für das Hypo-Debakel? Aber nein, das sei eine Kampagne von linker Jagdgesellschaft und Medien. Beabsichtigte Geschäfte mit finanzstarken Russen nach dem Motto ,Wenn du mir Geld für die Partei gibst, besorge ich dir die österreichische Staatsbürgerschaft? Aber nein, das seien Intrigen und Verleumdungen jener, die ihn "zerstören" wollten.
Und wer soll - trotz eines Kronzeugen und Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft - an Scheuchs Unschuld zweifeln, wenn ihm sogar Heinz-Christian Strache einen Persilschein ausstellt? Der wäre als Vormann der "Sauberkeitspartei" doch der Erste, der beim Hauch eines Verdachts nach Richtern und Rücktritten schreit. Scheuch muss sich glücklich schätzen, einen selbstlosen Spezi wie Strache zu haben. Noch. Sollten aus den Vorwürfen Fakten werden und die "Urfreiheitlichen" befürchten, dass ihnen diese bei Wahlen schaden, könnte aus der Freundschaft wieder Feindseligkeit werden. Strache wird sein blaues Hemd näher sein als ein Kärntner Rock.

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