Volkshilfe: Fekter argumentiert mit Halbwahrheiten

Integrationsagenden sollten vom Innenministerium abgezogen werden

Wien (OTS) - Im Zuge der Debatte um den Nationalen Aktionsplan für Integration hatte Innenministerin Maria Fekter behauptet, dass Schweden und Dänemark Sprachtests für EinwanderInnen verlangen würden und dass diese deshalb auch in Österreich zumutbar seien. Die Schwedische Einwanderungsbehörde hat schon widersprochen und auch auf der Dänischen Botschaft weiß man nichts von Sprachtests. "Dass Innenministerin Maria Fekter leider nicht die Richtige ist, Integrationsmaßnahmen umzusetzen, zeigt einmal mehr ihre unrichtige Argumentation", macht Volkshilfe-Präsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer deutlich.

"Fekters Interesse ist nicht Integration, sondern eine Verhinderung von Neuzuzug", stellt Weidenholzer fest. In Deutschland, wo diese Regelung seit 2007 besteht, sind seitdem die Zahlen der für Familiennachzug erteilten Visa um mehr als 20 Prozent zurückgegangen. Laut Angaben des deutschen Innenministeriums sind im Jahr 2008 40% bei den Sprachtests in der Türkei durchgefallen. "Selbstverständlich ist der Spracherwerb wichtig für die Integration. Aber wir sollten nicht von Integration reden, wo neue Barrieren gemeint sind. Die Integrationsthemen müssen der Innenministerin endlich entzogen werden", fordert Weidenholzer abschließend. "Wenn Länder wie Dänemark oder Schweden ein Vorbild sind, dann durch ihr Integrationsministerium. Das sollte auch in Österreich umgesetzt werden."

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