Der Wiederaufbau in Haiti wird Jahre dauern

SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin bittet die Österreicherinnen und Österreicher um nachhaltige Unterstützung.

Innsbruck (OTS) - "Wir werden alles tun, um den Kindern, Mitarbeitern und Familien in unseren Einrichtungen vor Ort rasch und nachhaltig zu helfen - und möglichst vielen Kindern und Familien in der Nachbarschaft", sagt Helmut Kutin. "Wie durch ein Wunder blieben die SOS-Kinderdörfer in Cap Haitien und Santo bei Port-au-Prince fast unbeschädigt. Daher werden wir dort in den nächsten Tagen und Wochen Notunterkünfte für Kinder und Familien schaffen und ein Zelthospital errichten", so Kutin weiter. Bereits jetzt sind alle SOS-Kinderdorf-Mitarbeiter hier eingezogen, da ihre Häuser zerstört sind. Wir müssen ihnen helfen, ihre Angehörigen zu finden und sie dann beim Wiederaufbau ihrer Häuser unterstützen.

SOS-Kinderdörfer als Schutzzonen für Kinder und Frauen

"Beide SOS-Kinderdörfer sollen im Rahmen ihrer Kapazität und Möglichkeiten Schutzzonen für Kinder und Frauen sein, bis die schwerste Zeit überstanden ist. Der Wiederaufbau in diesem so schwer geprüften Land wird Jahre dauern", ist Kutin überzeugt. "Daher appelliere ich an die Menschen in Österreich: Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit für die vielen traumatisierten Kinder und Familien in Haiti jetzt - aber auch in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten... ."

Nächste Schritte und Planung der SOS-Nothilfe

Ab heute wird vom SOS-Kinderdorf Santo aus versucht, sechs der usprünglich 16 "Community Centers" wieder zu reaktivieren. Diese Zentren waren Teil der Familienstärkungsprogramme von SOS-Kinderdorf, um besonders bedürftige und gefährdete Familien zu unterstützen (Hilfe zur Selbsthilfe). Diese Zentren sollen Basis für die Grundversorgung, aber auch psychologische Betreuung sein. Weiters soll das SOS-Hilfsteam die Aufnahme alleinstehender Kinder in die bestehenden SOS-Kinderdorf-Familien organisieren und die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule in Santo als Notunterkunft für ca. 300 Kinder vorbereiten. Dafür versucht man jetzt, pensionierte SOS-Kinderdorf-Mütter zu finden und weiteres Personal zu organisieren. Schließlich soll der zweite SOS-Hilfstransport mit Nahrung, Wasser, Medikamenten etc. Ende der Woche von der Dominikanischen Republik aus nach Haiti starten

Zusatzinfo: Seit gestern ist der Tiroler Georg Willeit, ehemaliger GF der SOS-Kinderdörfer in Deutschland, im SOS-Kinderdorf Santo als SOS-Korrespondent vor Ort. Noch ist keine direkte Kommunikation per Telefon möglich. Wir werden aber umgehend Bescheid geben!

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