Schultes zu Agrarversicherungen: Bauern bei Risikomanagement helfen

Durch Klimaveränderungen gefährdete Ertragsstabilität sichern

St. Pölten (OTS) - "Klima und Märkte sind in den vergangenen Jahren immer unsicherer und risikoreicher geworden. Die Landwirtschaft ist davon unverschuldet in besonderem Ausmaß betroffen. Um diesen unkalkulierbaren Risiken zu entgegnen sind Versicherungsmodelle zu entwickeln, die den Bauern helfen sollen, das wirtschaftliche Risiko zu begrenzen", stellte heute Niederösterreichs LK-Präsident Hermann Schultes fest. Es sei daher besonders zu begrüßen, dass die Hagelversicherung morgen ein internationales Agrarversicherungs-Symposium abhält, "wo wir uns Fortschritte in diese Richtung erwarten", so Schultes.

"Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass hohe Preise rasch und unmittelbar verfallen können. Gleichzeitig verursachen Wetterextreme als Folge des Klimawandels massive Schäden an der Ernte. Landwirtschaft ist heute größeren Risiken denn je ausgesetzt. Gleichzeitig gibt es kaum eine Chance, Reserven anzulegen, um kritische Situationen auszuhalten. Eine Überlebensfrage der nächsten Jahre wird sein, ob es gelingt, die extremen Risiken solidarisch auf vielen Schultern zu verteilen", unterstrich der LK-Präsident.

Die Landwirtschaftskammer NÖ fordere daher, dass die Möglichkeiten zur Versicherung von Wetterextremen ausgebaut werden. Neue Maßnahmen zur Sicherung eines kostendeckenden Mindestpreises seien zu entwickeln. Die Beiträge der Versicherungsnehmer seien durch öffentliche Zuschüsse zu erhöhen, um das System finanzierbar zu machen.

"Zum risikobewussten Wirtschaften des Einzelnen kommt heute schon die privatwirtschaftliche Absicherung durch die Hagelversicherung, die auch gut funktioniert. Was wir brauchen ist ein Schutzschirm für privatwirtschaftlich nicht mehr versicherbare Risiken. Ähnlich wie die Banken zusätzlich zum eigenen System der Einlagensicherung in einer kritischen Situation mit der Hilfe des Staates rechnen durften, ist dies noch viel mehr für die Sicherstellung der wirklichen Lebensgrundlagen durch die Landwirtschaft zu verlangen. Die notwendigen Vorarbeiten für derartige Modelle müssen rasch konkretisiert werden", forderte Schultes.
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