Enquete (1): Prammer - Verteilungsdebatte ist Chance für mehr Gerechtigkeit

Frauen am meisten von Ungleichheit betroffen

Wien (OTS/SK) - Als "echte Chance, die Basis zu legen für mehr Gerechtigkeit" bezeichnete Nationalratspräsidentin Barbara Prammer heute die Verteilungsdebatte in ihrem Eröffnungsstatement zur parlamentarischen Enquete zum Thema Verteilungsgerechtigkeit. "Armutsgefährdung und Arbeitsplatzunsicherheit haben inmitten der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg drastisch zugenommen, das Vermögen ist heute ungleicher verteilt als je zuvor", sagte Prammer. 492.000 Menschen in Österreich seien derzeit von Armut betroffen und mehr als doppelt so viele armutsgefährdet. Dabei seien Frauen nach wie vor am meisten von Armut, Einkommens- und Chancenungleichheit betroffen.

"Wir müssen uns die Frage stellen: Was bedeutet Leistung und woran messen wir sie?", so Prammer weiter. Schließlich erbringe doch jede und jeder Leistung im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten, von der Managerin bis hin zum Hilfsarbeiter. "Es ist wichtig, dass Ungerechtigkeiten vermieden werden und die Verunsicherung der Bevölkerung ernst genommen wird - heute haben wir die Möglichkeit dazu", so Prammer.

Abschließend betonte Prammer, dass es in der Verteilungsdebatte vor allem darum gehe, mehr Transparenz und Fairness zu schaffen. "Wir wissen genau, wie viel unselbständige Erwerbstätige abliefern, jedoch nur ungenügend, wer in welcher Höhe von nichtmonetären Transferleistungen profitiert", so die Nationalratspräsidentin, die auf eine spannende Diskussion mit großem Nutzen hofft. (Schluss) as

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