Der Weg zurück ins Leben durch modernes Wundmanagement

Salzburg (OTS) - Was haben der querschnittgelähmte Paralympic-Sportler Wolfgang Schattauer, der Produzent und Entdecker von Falco und meine Mutter gemeinsam? Sie alle verdanken den Spezialisten für Wundheilungsstörungen und Dekubitus wieder eine angemessene Lebensqualität:

Der erfolgreiche Ironman-Triathlet Wolfgang Schattauer und Gewinner der Goldmedaille bei den Paralympics in Peking verletzte sich im März 2009 durch eine schlecht eingestellte Fußraste. Die Wunde wird behandelt und schließt sich oberflächlich, darunter lauert jedoch eine heimtückische Entzündung. Nach 3 Monaten bekommt Herr Schattauer einen stark geröteten, geschwollenen Fuß und Fieber. Aufgrund einer Empfehlung wendet er sich an Dr. Thomas Wild im KH "Göttlicher Heiland", der dort ein interprofessionelles Team aus Dermatologen, Chirurgen, Angiologen, Neurologen und Internisten installiert hat, welches den Patienten fachübergreifend versorgt. Herr Schattauer wird operiert - inzwischen hatte sich nekrotisches (abgestorbenes) Gewebe gebildet. Die interdisziplinäre Betreuung funktioniert so fabelhaft, dass dieser schon am 5.7.09 den Heidelberg-Marathon gewinnt und kurz darauf zum 4.Mal Weltmeister im Handcycling wird.

Der Produzent, Falco-Entdecker und Casting-Juror der ORF-Unterhaltungsshow "Starmania" - Markus Spiegel - bekam während eines Spitalaufenthaltes auf der Intensivstation einen Dekubitus. An die Veranstalter des 1. APUPA-Symposiums (Austrian Pressure Prevention Association) im Oktober 2009 schreibt er: "An Schmerzen kann man sich gewöhnen. Allerdings, ein Dekubitus wird zur chinesischen Folter!"

Diese Tatsache musste auch meine Mutter erfahren. 2007 erkrankte sie an diabetischem Fußsyndrom. Durch Mangeldurchblutung bildete sich auf der Ferse eine Wunde, die trotz medizinischer Versorgung und diverser Wundauflagen nicht in den Griff zu bekommen war. Auch hier kam es zum Gewebeuntergang. Eine Bypass-OP ermöglichte zwar eine bessere Durchblutung, aber für das beträchtliche Trauma benötigten wir einen Wundexperten, den ich nach ausgedehnten Recherchen ebenso in Herrn Dr. Wild fand. Nach dreiwöchiger VAC-Therapie und danach phasengerechter moderner Wundtherapie konnte die Blessur nach insgesamt 17 Monaten geschlossen werden.

Der Chirurg Dr. Wild hat in den letzten 5 Jahren 2 internationale Preise für Wundvermessung erhalten und steht in Kooperation mit der Technischen Universität Wien, um sein System webfähig weiterzuentwickeln. Dieses wird bereits von der Vinzenz-Gruppe in Österreich und an der Universität in Rotterdam angewendet.

Seit einem Jahr besteht eine Kooperation mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg. In den vergangenen Monaten wurde dort innerhalb eines interdisziplinären Teams das Curriculum des Universitätslehrganges "Wound Care Management" entwickelt. Seit September 2009 absolvieren Ärzte und Pflegende aus Österreich und Deutschland gemeinsam dieses in Europa einzigartige Weiterbildungsangebot.

Beginnend mit dem Basislehrgang bietet sich in 3 Stufen (nach 6 Semestern) erstmals die Möglichkeit eines akademischen Abschlusses mit "Master of Science (MSc.)". Neben fachspezifischen Kenntnissen und Know-how in Wundmanagement und Therapie, Gesundheitsökonomie und Management werden Schlüsselqualifikationen in Forschungsmethodik und wissenschaftlichem Arbeiten vermittelt. Als DozentInnen konnten internationale Spezialisten - vom Chirurgen bis zum Mikrobiologen für Krankenhaushygiene - gewonnen werden. Sie garantieren den zukünftigen Wundexperten in kleinen effizienten Arbeitsgruppen aktuellste Lehrinhalte und einen intensiven fachlichen Austausch. Bereits am 22. März startet der 2. Basislehrgang an der Paracelsus Universität.

Der Nutzen für Gesundheitssystem und Gesellschaft ist offensichtlich. Eine adäquate Ausbildung birgt neben der Reduzierung des Leidensdrucks der Betroffenen auch ein hohes Einsparungspotential in sich. Entscheidungsträger sind angesichts der medizinischen, demografischen und ökonomischen Entwicklungen gefordert, das Problembewusstsein dahingehend zu schärfen und Maßnahmen zur Prozessoptimierung umzusetzen. Nur so lassen sich nicht nur erhebliche Kosten einsparen, sondern auch Leistungskraft erhalten -wie an den 3 Beispielen - dokumentiert.

Nähere aufschlussreiche Details entnehmen Sie dem Internet unter www.pmu.ac.at, oder wenden Sie sich auch gerne an mich. Text und Bildinformation ist bei redaktioneller Verwendung bei Abdruck honorarfrei.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/10887

Rückfragen & Kontakt:

Wolfgang M. Fuhrmann
Tel.: 0664/256 07 12
Wolfgang.fuhrmann@chello.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0004