Vom Leben entlang der Mariazellerbahn und vom "Reiz der Langsamkeit"

"Erlebnis Österreich" am Samstag, 23. Jänner, 17.05 Uhr, ORF 2

St. Pölten (OTS) - In Österreich gibt es eine Bahn, die ist irgendwie anders: Schmäler und langsamer als die meisten anderen. Und es kommt sogar vor, dass sie für einige Zeit ganz von der Bildfläche verschwindet - wenn sie nämlich, wie zuletzt im vergangenen Winter -erst nach Wochen wieder aus den Schneemassen aufgetaucht ist.

Die Rede ist von der Mariazeller Bahn, der dieses "Erlebnis Österreich" aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung:
Helmut Manninger) gewidmet ist. Der TV-Film am Samstag, 23. Jänner um 17.05 Uhr in ORF 2 ist ein Plädoyer für die Langsamkeit - mit aktuellen Bezügen zur Diskussion um die Zukunft dieses Stückes österreichischer Zeitgeschichte... und mit vielen Rückblenden: Denn schon Kaiser Franz Joseph ist mit Österreichs längster Schmalspurbahn unterwegs gewesen...

Aber auch Josef Ratzinger liebt sie - und war deshalb bereits hunderte Male in Mariazell. Denn Josef Ratzinger - Namensvetter von Papst Benedikt XVI. - ist Lokführer auf der Mariazellerbahn. Er ist ebenso wichtiger Teil dieser Dokumentation wie der 12-jährige Lukas, der nur wenige Meter neben der Bahn aufgewachsen und so etwas wie "Zug-süchtig" ist: Mit Schaffnermütze und eigener Signalscheibe begrüßt er jeden Zug, der an seinem Haus vorbeifährt.

Die "1099er" beispielsweise erkennt Lukas schon am Pfeifton: Es ist die weltweit älteste Wechselstromlokomotive, die noch im Planbetrieb eingesetzt wird - und der heimliche Star auf der Mariazellerbahn, von Tausenden Eisenbahnfans bestaunt und millionenfach fotografiert. Bald wird sie das 100jährige Bestehen feiern. Ersatzteile gibt es schon viele Jahrzehnte nicht mehr. Sollte einmal etwas kaputt gehen, dann muss jedes einzelne Teil in der betriebseigenen Gießerei nachgebaut werden.

In den vergangenen 100 Jahren ist die Mariazellerbahn freilich nicht langsamer... sondern vielmehr die Zeit schnelllebiger und die Konkurrenz größer geworden. "Vielleicht kommt sie wieder zurück, die langsame Zeit", hofft der Bahnhofsvorsteher von Mariazell, während er die Blumen gießt. Und er schwärmt - wie viele Bahnfahrer auch - von den beeindruckenden Bildern entlang der mehr als 85 Kilometer zwischen St. Pölten und Mariazell. Der mächtig aufragende Ötscher gehört ebenso dazu wie tiefe Gräben, weidende Schafe, Kühe und Pferde, viele landschaftliche Schönheiten und zahlreiche architektonisch anspruchsvolle Tunnel und Viadukte.

Das alles zu erleben und zu genießen, braucht Zeit...

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