VP-Marek und VP-Cortolezis-Schlager: Begabten- und Begabungsförderung als Zukunftsmodell

Bewährte Förderung ins Regelschulwesen übernehmen

Wien (OTS) - Bei einer hochrangig besetzten Enquete zum Thema "Zukunft der Begabungsförderung" legte die geschäftsführende Landesparteiobfrau der ÖVP Wien, Christine Marek gemeinsam mit Katharina Cortolezis Schlager, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, die Positionen der Stadtpartei zur Zukunft der Schule dar. Fazit: Statt immer neuer Versuche sollen alle Kinder von bewährten Methoden der Förderung und Forderung profitieren.

"Wir brauchen Eliten!", hielt Staatssekretärin Christine Marek, gf. Landesparteiobfrau der ÖVP Wien zu Beginn der Enquete fest. Selbstverständlich sei die Förderung jener Schülerinnen und Schüler, die Förderbedarf haben, ein großes und wichtiges Anliegen, an dem auch nicht gerüttelt werden soll. Jedoch: "Wir dürfen keine Berührungsängste gegenüber Begabten- und Begabungsförderung und Leistungsstandards haben! Berührungsängste in diesem Bereich wirken Chancen mindernd."

Österreich könne und wolle in der Wirtschaft nicht mit Quantität und Lohndumping mithalten. "Wir brauchen die besten Köpfe, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Und: nur eine bestens ausgebildete Leistungsgesellschaft ist heute in der Lage, sozial Schwachen solidarisch zu helfen!"

Die Instrumente der Begabungsförderung in der Schule müssten daher ausgebaut und verbessert werden, Erfahrungen bestehender Modelle einfließen. Ausdrücklich im Regierungsprogramm genannt werde in diesem Zusammenhang die Sir Karl Popper Schule. Diese sei jedoch nach wie vor ein Schulversuch und müsse endlich in das Regelschulwesen überführt werden.

Ztl.: Individualisierung zentraler Begriff

Als zentralen Begriff in der Begabten- und Begabungsförderung betrachtete Abg. z. NR Katharina Cortolezis-Schlager die Individualisierung: "Begabte müssen Möglichkeiten haben, ihren eigenen Bildungsweg individuell zu gestalten und ihre unterschiedlichen Potentiale weiterzuentwickeln und entfalten zu können. Diese individuelle Begabungsförderung darf und soll sich jedoch nicht nur auf hochbegabte Schülerinnen und Schüler beschränken, denn Begabtenförderung muss ein wesentlicher Bestandteil unserer Schul- und Bildungspolitik sein. Der Ausbau der Schulautonomie und eine Schwerpunktsetzung in der Lehreraus- und -fortbildung ist in diesem Zusammenhang erforderlich!"

Die Enquete sei, so Cortolezis-Schlager, der Auftakt zu einer Reihe bildungspolitischer Veranstaltungen: "Es gibt in unserer Gesellschaft viele Expertinnen und Experten, viele Menschen mit Erfahrungen. Sie alle sind eingeladen, mit uns gemeinsam die Bildungspolitik der Zukunft zu gestalten. Im Regierungsübereinkommen ist der Ausbau der Begabungsförderung als Ziel deklariert. Es ist jetzt an der Zeit, dieses Ziel systematisch anzugehen, und mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse aus Modellschulen wie der Sir-Karl-Popper-Schule, die Begabungs- und Begabtenförderung auch im Regelschulwesen zu verbessern. "

In drei Runden präsentierten folgende Expertinnen und Experten ihre Thesen und sprachen über ihre Erfahrungen in der Begabungs- und Begabtenförderung:

Dr. Armin Hackl (Schulleiter i.R. am Deutschhausgymnasium/Würzburg) Dr. Edwin Scheiber (AECC Chemie/Universität Wien und Sir-Karl-Popper-Schule)
HR Dr. Günter Schmid (Direktor i.R. der Sir-Karl-Popper-Schule)
Pia Bauer (Bundesschulsprecherin)
Mag. Eva Scholik (Vorsitzende der AHS-Lehrer/innen in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst)
Mag. Johannes Theiner (Vorsitzender des Verbandes der Elternvereine an den
höheren und mittleren Schulen Wiens)
MMag. DDr. Ulrike Greiner (Gründungsrektorin Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems)
Prof. Dr. Victor Müller-Oppliger (Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz)
Prof. Dr. Gabriele Weigand (Pädagogische Hochschule Karlsruhe) Sektionschef Mag. Theodor Siegl (BMUKK Sektion II Berufsbildung)

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