Fekter: Sprachkenntnisse sind der Schlüssel für erfolgreiche Integration

Innenministerin erfreut über Ministerratsbeschluss zu Nationalem Aktionsplan für Integration

Wien (OTS) - Innenministerin Dr. Maria Fekter zeigte sich anlässlich der heutigen Beschlussfassung des Ministerrates zum Nationalen Aktionsplan für Integration hoch zufrieden und erfreut. "Mit dem Nationalen Aktionsplan für Integration haben wir erstmals alle integrationspolitischen Maßnahmen von Ländern, Gemeinden, Städten, Sozialpartnern und dem Bund erfolgreich gebündelt. Gerade weil Integration eine Querschnittsmaterie ist, können die entsprechenden Rahmenbedingungen nur in Zusammenarbeit mit allen betroffenen Verantwortungsträgern geschaffen werden", hielt die Ministerin fest.

Entsprechende Kenntnisse der deutschen Sprache als künftige Vorraussetzung für dauerhafte Zuwanderung sind ein Kernelement im Nationalen Aktionsplan. "In Hinblick auf die Bedeutung deutscher Sprachkenntnisse für eine erfolgreiche Integration haben wir uns darauf verständigt, dass Personen, die neu nach Österreich zuwandern und sich hier dauerhaft niederlassen wollen, ein entsprechendes Sprachniveau bereits vor ihrem Zuzug erreichen müssen", so Fekter. Verlangt wird in Zukunft das das A1-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen. "Gute Deutschkenntnisse sind der Schlüssel für eine Teilhabe in der Gesellschaft und damit für erfolgreiche Integration." In Europa haben neben Österreich bereits Deutschland, Frankreich, Dänemark und die Niederland ähnliche entsprechende Bestimmungen.

Der Aktionsplan ist das Ergebnis eines umfassenden Arbeitsprozesses, an dem neben den betroffenen Bundesministerien alle Bundesländer, der Städte- und Gemeindebund, die Sozialpartner, die Industriellenvereinigung sowie Organisationen der Zivilgesellschaft beteiligt waren. Parallel dazu wurden einzelne Handlungsfelder sowohl mit rund 150 nationalen und internationalen Expert/innen als auch mit Migrant/innenorganisationen und Bürger/innen diskutiert.

Mit dem nun verabschiedeten NAP für Integration soll die österreichweite Zusammenarbeit aller beteiligten Verantwortungsträger für erfolgreiche Integrationsmaßnahmen strukturiert und deren Durchführung optimiert werden. Neben allgemeinen integrationspolitischen Leitlinien werden im NAP Herausforderungen, Grundsätze und Ziele in folgenden Handlungsfeldern vertiefend behandelt: Sprache und Bildung, Arbeit und Beruf, Rechtsstaat und Werte, Gesundheit und Soziales, Interkultureller Dialog, Sport und Freizeit sowie Wohnen und die regionale Dimension der Integration.

Wer Leistung erbringt oder erbringen will, soll entsprechend belohnt werden Migrantinnen und Migranten tragen wesentlich zum Wirtschaftswachstum bei. Mangelnde Sprachkenntnisse und ein geringer Bildungsgrad stehen jedoch meistens einer Beschäftigung in einem höheren Segment entgegen. Um daher eine nachhaltige Höherqualifizierung zu sichern, wird künftig bei der Ausbezahlung der Familienbeihilfe an Personen zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr geprüft, ob die Leistungsbereitschaft zu arbeiten nach geltender Rechtslage und Praxis in geeigneter Weise berücksichtigt wird. "Mit diesem Modell fördern wir Ausbildung und Leistungsbereitschaft von Menschen mit Migrationshintergrund", ist die Innenministerin überzeugt.

Einrichtung eines Integrationsgremiums im Bundesministerium für Inneres Um eine nachhaltige und optimale Umsetzung des Nationalen Aktionsplans für Integration zu ermöglichen, wird im Bundesministerium für Inneres ein Integrationsgremium unter Einbindung aller Kooperationspartner eingerichtet. Anhand der von Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann (Universität Wien) entwickelten Integrationsindikatoren soll der Integrationsprozess laufend analysiert werden. In weiterer Folge werden über den gesamten Querschnittsbereich Optimierungsvorschläge erstellt.

"Mit der Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans für Integration haben wir ein Zukunftsprogramm für den sozialen Frieden in Österreich entwickelt. Jetzt geht es an die konkrete Umsetzung. Den Aktionsplan sehe ich dabei als Rahmen für einen nachhaltigen Prozess, in dem gemeinsam auf laufend neue Herausforderungen reagiert wird. Wir können dabei nur gewinnen, denn: Die erfolgreiche Integration von Migrantinnen und Migranten ist ein Schlüsselfaktor für die Festigung des sozialen Friedens und des Wohlstandes", so Fekter abschließend.

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