VP-Korosec ad 30-Jahre PSD: Reformieren statt abfeiern wäre angebracht

Durch SP-Bremsmanöver wurden Defizite über Jahrzehnte "kultiviert"

Wien (OTS) - Keinen Anlass für überschwängliche Lobeshymnen des Wiener Bürgermeisters und der Gesundheitsstadträtin anlässlich des 30jährigen Jubiläums des Psychosozialen Dienstes (PSD) sieht die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec.
"Bis zum heutigen Tag gibt es keine externe Evaluierung des PSD. Ob die vor 30 Jahren im Zuge der Psychiatriereform formulierten Ziele auch vollständig und nachhaltig erreicht wurden, will die SP-Stadtregierung offenbar nicht so genau wissen", kritisiert die VP-Abgeordnete. Anders sei es nicht zu erklären, warum die SP-Mehrheitsfraktion während der Untersuchungskommission zur Psychiatrie 2008 sämtliche Beweisanträge mit Bezug zum PSD abgelehnt habe.

Schnittstelle zur extramuralen Versorgung mangelhaft

Reformbedarf sieht Korosec insbesondere was die Versorgung von psychiatrischen Patienten außerhalb des Spitalsbereichs betrifft. So hatte etwa das Wiener Kontrollamt bereits 2006 schwere Defizite des PSD in der Übergangspflege psychisch kranker Menschen kritisiert. Im Zuge der Untersuchungskommission war eine Spitalsärztin der Psychiatrie am 17. Juli 2008 zu der erschütternden Feststellung gelangt: "Ich denke mir, wir müssen bei vielen Patient/innen zuschauen, wie die verkommen."

PSD muss fachlich erneuert werden

Auf die neue Führungsmannschaft des PSD warte noch viel Arbeit. Durch die Verzögerungstaktik der diversen SPÖ-Gesundheitsstadträt/innen -von Rieder über Pittermann und Brauner bis zur derzeitigen Ressortverantwortlichen Sonja Wehsely - wurde viel Zeit mit Beschwichtigungen oder bestenfalls oberflächlichen Korrekturen vergeudet.
Korosec abschließend in Richtung des Bürgermeisters und der zuständigen Stadträtin: "Mehr Tempo bitte, es ist bereits fünf nach zwölf, auch wenn die Wiener Sozialdemokratie das partout nicht wahrhaben will. Ich hoffe und erwarte mir, dass die dringend nötige fachliche Erneuerung sowie die Weiterentwicklung der Zielsetzungen durch das neu formierte Team mit Dr. Psota an der Spitze rasch umgesetzt wird."

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