Trotz schwieriger Konjunktur kommen positive Signale von der Österreichischen Möbelindustrie

Die Einrichtung der eigenen vier Wände steht hoch im Kurs - Nachfrage bei Wohnmöbel, Küchen und Matratzen

Wien (OTS/PWK042) - Von 19.-24. Januar 2010 setzt die imm
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Produktionsrückgang um -12,8 %

Im Zeitraum der ersten drei Quartale 2009 betrug der Rückgang in der österreichischen Möbelproduktion -12,8% bei einem Gesamtwert von 1,69 Mrd. Euro. Am geringsten war dabei die Nachfrage bei Sitzmöbel (-37,6%, 203 Mio. EUR), gefolgt von Büromöbel (-25,5%, 183 Mio. Euro) und Ladenmöbel (-10,9%, 123 Mio. EUR). Im Gegensatz dazu gibt es trotz angespannter Wirtschaftslage in Österreich einen positiven Trend im Wohnmöbelbereich: Die Küchenmöbelindustrie bewegt sich weiterhin auf stabilem Niveau mit +2,6% (186 Mio. Euro), ebenso positive Signale kommen aus der Matratzenindustrie mit einer Produktionssteigerung von 5,3% auf einen Wert von 85 Mio. Euro. Stärkere Zuwächse vermelden die Hersteller von Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbel: insgesamt wurden hier in den ersten drei Quartalen 2009 um 9,1% mehr produziert, bei einem Gesamtwert von 244 Mio. Euro.

Möbelexporte sinken insgesamt um -16,3%, deutscher Exportmarkt verliert 15,4%

Der Exportrückgang des 1. HJ 2009 konnte auch im 3. Quartal nicht gestoppt werden und verminderte sich im 1.-3. Quartal 2009 um insgesamt -16,3% auf 972 Mio. Euro. Bis auf die Matratzenindustrie (+1%, 55 Mio. Euro) waren alle Teilbranchen vom Exporteinbruch betroffen, analog zum Produktionsrückgang die Büromöbel- (-28,8%) und Sitzmöbelhersteller (-24%) am stärksten. Ebenso im Exportminus der Ladenmöbelbereich mit -20,5%, gefolgt von Küchenmöbel -13,6% und Wohnmöbel mit
-10,5%.

Das Nachbarland Deutschland ist der wichtigste Exportmarkt, allerdings mit einem Rückgang von -15,4% (376 Mio. EUR). Der Rückgang von Wohnmöbelexporten um -4,5 % (72 Mio. Euro) ist aber niedrig im Vergleich zu den Büromöbelausfuhren, die um beachtliche -36,1% gesunken sind. Das entspricht auch der Brancheneinschätzung durch den Verband der Deutschen Möbelindustrie. Diese berichtet von einem Rückgang der Umsätze im Oktober 2009 um 11,9%im Vergleich zum Vorjahresmonat und von einem derzeitigen Abwärtstrend im Geschäftsklima in der Möbelindustrie.
Die Möbelexporte von Österreich nach Italien sind um -35,5% gesunken (82 Mio. Euro), Platz 3 als Exportland belegt Polen (-2,3%). Außerhalb der EU ist die Schweiz nach Deutschland wichtigster Handelsmarkt mit 101 Mio. Euro und einem vergleichsweise geringen Rückgang von nur -0,7%.

Möbelimporte allgemein rückläufig, China weiterhin auf Exportkurs

Auch der Möbelimport insgesamt nach Österreich war in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres mit -6,6% (1,20 Mrd. EUR) im Abwärtstrend, außer bei Küchenmöbel (+2,8%) und Ladenmöbel (2%). Der Import von Matratzen lag bei annähernd dem gleichen Niveau des Vorjahres (+0,8%), bei allen anderen Teilbranchen wurde weniger importiert, wie z.B. im Wohnmöbelbereich um -3,2% (350 Mio. Euro)

Auch bei den Importen zählt Deutschland zum wichtigsten Handelspartner (-4,5%, 608 Mio. EUR), wobei der Möbelimport aus der gesamten EU26 mit -8,2%( 1,01 Mrd. Euro) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringer ausfiel. Aus Italien wurde um -6% weniger importiert (102 Mio. Euro). Polen liegt auf Platz 3 des Importrankings mit 89,7 Mio. Euro (+11,1%), allerdings schon auf fast demselben Niveau wie China, das seine Exporte um weitere 22,5% steigern konnte auf einen Gesamtwert von 89,1 Mio. Euro. Der Großteil der chinesischen Möbelimporte besteht dabei aus Sitz- und Wohnmöbel.

Stabilisierung der Konjunktur, kein dynamischer Aufschwung

Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO prognostiziert für 2010 und 2011 eine Stabilisierung der Konjunktur, jedoch keinen dynamischen Aufschwung. Anders als in vielen EU-Ländern wurde die Konsumnachfrage der privaten Haushalte in Österreich, gestützt durch relativ hohe Reallohnzuwächse, die Ausweitung von Sozialtransfers und durch die Steuerreform, auch in der Rezession etwas ausgeweitet. (2009 real +0,4%). Daraus resultieren auch die obgenannten positiven Zahlen im Wohnmöbelbereich trotz internationaler Finanz- und Wirtschaftskrise. Jedoch ist diese Konjunkturerholung noch zu labil und unterliegt einer Reihe von Risiken, die derzeit nicht absehbar sind (wie z.B. Entwicklung im Baubereich, Arbeitslosenquote, etc.), um von einer grundsätzlichen Verbesserung auszugehen. Auch viele Firmen der Österreichischen Möbelindustrie schätzen die zukünftige Geschäftslage nach wie vor zurückhaltend ein. (WIFO Befragung Okt. 2009)

Die Österreichische Möbelindustrie

Zur Österreichischen Möbelindustrie zählen 60 Betriebe mit ca. 7.000 Mitarbeitern. Der Produktionswert der gesamten Möbelbranche (Industrie und Gewerbe!) lag im Jahr 2008 bei rund 2,71 Mrd. EUR. Die überwiegende Anzahl dieser Unternehmen sind Klein- und Mittelbetriebe, die sich in privater Hand befinden. Die Exporte betrugen im Jahr 2008 EUR 1,55 Mrd. (-2,8% gegenüber dem Vorjahr), die Importe 1,75 Mrd. EUR (+2,2%). Die wichtigsten Exportmärkte sind Deutschland, Schweiz und Italien. (us)

Alle Zahlen beziehen sich auf Industrie und Gewerbe, Quelle Statistik Austria.

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