Schmied: "Finanzkrise ist Ausdruck einer Kulturkrise"

Kunstvermittlung fördern - Stellenwert von Kunst und Kultur in der Gesellschaft erhöhen

Wien (OTS/SK) - "Wir sprechen heute über eine Kulturkrise, im
Sinne der Werthaltungen, welche in der Gesellschaft vorstellig sind. Die Finanzkrise ist Ausdruck einer Kulturkrise", erklärte Kunst- und Kulturministerin Claudia Schmied bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema "Finanzkrise = Kulturkrise?" am Montagabend. "Meine zentrale Aufgabe als Bildungs- und Kulturministerin ist, an der Kritikfähigkeit, dem Hinterfragen des scheinbar Normalen, der Ich-Stärke und der Verantwortung einer Gesellschaft zu arbeiten", so Schmied, die gleichzeitig unterstrich: "Für mich leistet hier die Kunst und Kultur ganz zentrale Beiträge." Des Weiteren können wir nicht früh genug damit beginnen, auch junge Menschen wachsam zu machen. Aus diesem Grund will Schmied die Kunstvermittlung sowie die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur und den bewussten Ebenenwechsel künftig in den Vordergrund stellen. ****

Kunst und Kultur müssen einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft einnehmen. "Dafür zu sorgen ist unsere Aufgabe. Es darf nicht soweit kommen, bei Budgetfragen den Einen gegen den Anderen auszuspielen", betonte Schmied. Ebenfalls müsse an den Rahmenbedingungen für den Kunst- und Kultursektor gearbeitet werden, so Schmied, welche die gesetzliche Verankerung des Film- und Fernsehabkommens des ORFs als Beispiel nannte. Der Grundsatz "weniger Staat, mehr Privat" im Kunst- und Kulturbereich sei nicht ganz umgesetzt worden, und mittlerweile zeige sich, dass die staatliche Finanzierung einen großen Stabilitätsfaktor darstelle.

Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen stärken

Schmied wünscht sich in gesellschaftlichen Debatten ein stärkeres Aufschreien und ein kritischeres Hinterfragen von Seiten der Bürgerinnen und Bürger. Selbstbewusstsein, Zuversicht und Zutrauen, darum geht es, so die Kulturministerin. "Hier sind auch die Lehrerinnen und Lehrer gefordert, aber auch die bestehende Verordnungs- und Erlasskultur an den Schulen muss in eine Verantwortungskultur umgewandelt werden."

Zur Verbesserung der Kunstvermittlung gebe es bereits zahlreiche Initiativen, Partnerschaften und konkrete Projekte, wie den Gratis-Eintritt in alle Bundesmuseen bis zum 19ten Lebensjahr, so die Kulturministerin abschließend. (Schluss) ab

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