Präs. Gottweis: Familienbund unterstützt Kandidaten des katholischen Familienverbandes Prof. Dr. Steindl bei Kandidatur zum Publikumsrat

St. Pölten (OTS) - Bei der Kontrolle der Qualität und der Programmgestaltung kommt dem Publikumsbeirat eine wichtige Rolle zu, die von den Programmverantwortlichen künftig noch mehr zu beachten sein muss, betonte die Präsidentin des Österreichischen Familienbundes, LAbg. AndreaGottweis. Für die Familien in Österreich ist es daher sehr wichtig, gut vertreten zu sein. Der Österreichische Familienbund unterstützt den Präsidenten des Katholischen Familienverbandes, Prof. Dr. Clemens Steindl, in der Überzeugung, dass er ein guter Fürsprecher für die Anliegen der Familien sein wird und diese so künftig besser gehört werden.

Stärkere Betonung des öffentlich-rechtlichen Auftrages des ORF

Der österreichische Familienbund spricht sich für eine stärkere Betonung und Beachtung des öffentlich-rechtlichen Auftrages des ORF aus. Solange Rundfunkgebühren eingehoben werden, muss der ORF seinem Bildungsauftrag - der auch Elternbildung einschließen muss -nachkommen, betonte die Präsidentin des Österreichischen Familienbundes.

Besondere Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Der im ORF-Gesetz geregelte Programmauftrag und die besonderen Aufträge würden theoretisch die ORF Gebühren, die je nach Bundesland zwischen 18,61 und 23,71 Euro monatlich. "Verbreitung und Förderung von Volks- und Jugendbildung unter besonderer Beachtung der Schul-und Erwachsenenbildung". ausmachen, rechtfertigen. Einer dieser Aufträge ist die "Die Erfüllung dieses Auftrages ist im Fernsehprogramm jedoch leider nicht entsprechend zu erkennen," betonte die Familienbund-Präsidentin.

Sprachkurse anbieten

Obwohl beispielsweise die Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen unbestritten ist und das Sprachenlernen ein offizielles Ziel der EU für die Jahre 2007 bis 2013 ist, gibt es keine ORF-Sprachkurse, die zumindest für Englisch und Französisch angeboten werden müssten. Für Migrantinnen und Migranten sollten weiters Deutschkurse in verschiedenen Stufen ins Programm aufgenommen werden. Nichtberufstätige hätten so die Möglichkeit zu Hause ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Für Kinder wäre es eine Vorbereitung auf den Kindergarten bzw. die Schule. Deutschkurse im ORF wären somit eine wichtige Unterstützung, da Sprachkurse in der Regel gerade für Familien oft schwer erschwinglich sind.

Handlungsbedarf bei Elternbildung

Auch für den Bereich Elternbildung gibt es Handlungsbedarf. Der ORF hätte die großartige Möglichkeit, niederschwellig mit Elternbildungsprogrammen auch jene Familien zu erreichen, die keine Möglichkeit haben, aktiv Elternbildungsangebote zu besuchen. Damit wäre ein wichtiger Beitrag geleistet, um Eltern und andere Betreuungspersonen, wie beispielsweise Großeltern, dabei zu unterstützen mit Problemsituationen besser zurechtzukommen.

Im Programmauftrag, festgeschrieben im § 4 des ORF Gesetzes, wird passend dazu, "die angemessene Berücksichtigung der Anliegen der Familien und der Kinder sowie der Gleichberechtigung von Frauen und Männern", verlangt. Diesem Auftrag wird nicht Rechnung getragen.

Sensibilisierung bei der Darstellung von Familienbildern.

Zurzeit ist bei der Programmgestaltung und bei der Präsentation einzelner Sendeformate kaum ein Unterschied zu Privatsendern zu erkennen, obwohl auch hier der Auftrag eindeutig ist: "Das ausgewogene Gesamtprogramm muss anspruchsvolle Inhalte gleichwertig enthalten. Die Jahres- und Monatsschemata des Fernsehens sind so zu erstellen, dass jedenfalls in den Hauptabendprogrammen (20 bis 22 Uhr) in der Regel anspruchsvolle Sendungen zur Wahl stehen. Im Wettbewerb mit den kommerziellen Sendern ist in Inhalt und Auftritt auf die Unverwechselbarkeit des öffentlich-rechtlichen Österreichischen Rundfunks zu achten. Die Qualitätskriterien sind laufend zu prüfen."

Unter besondere Aufträge, § 5 des ORF Gesetzes, findet man unter anderem, die umfassende Information soll zur freien individuellen und öffentlichen Meinungsbildung im Dienste des mündigen Bürgers und damit zum demokratischen Diskurs der Allgemeinheit beitragen." ... Auch die Unterhaltung soll nicht nur die unterschiedlichen Ansprüche berücksichtigen, sondern auch den Umstand, dass sie wie kaum ein anderer Bereich Verhaltensweisen, Selbstverständnis und Identität prägt."

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/430

Rückfragen & Kontakt:

Alice Pitzinger-Ryba
Österreichischer Familienbund
Mobil 0676 528 15 85
Tel. 02742 76975
Fax 02742 76975-20

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FAM0001