ÖAMTC: Sowohl City-Maut als auch Fahrverbotszonen erweisen Kraftfahrern Bärendienst

Club erneuert Nein zu Wien-Maut und freut sich über regen Zulauf bei seiner Online-Umfrage zur City-Maut

Wien (OTS) - "Egal ob das Schreckgespenst City-Maut oder Fahrverbotszone heißt, für den Kraftfahrer sind beide Szenarien ein Horror", bringt es ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer auf den Punkt. Zwei Lokalaugenscheine des Clubs in betroffenen europäischen Städten zeigen das deutlich. Einerseits wird derzeit gerade in London überlegt, von der erst jüngst erfolgten Ausdehnung des City-Maut-Gebiets auf die ursprüngliche Größe zurückzugehen. Die Ausdehnung des Gebiets mit dem erhofften Lenkungseffekt von weniger Verkehr konnte weder im City-Maut-Gebiet Londons noch im Umfeld der mautpflichtigen Zone erreicht werden. Ganz zu schweigen von den wirtschaftlichen Nachteilen für die betroffenen Unternehmen.

Andererseits gibt es auch erstaunliche Erkenntnisse zum Thema Fahrverbotszone in Berlin: Hier hat sich der ÖAMTC erst im September 2009 vom Ausmaß und den Konsequenzen der Fahrverbotszonen vor Ort ein Bild gemacht. Obwohl Studien der Maßnahme Umweltzone minimale bis keine Relevanz für die Feinstaubreduktion und -bilanz der Stadt ausweisen, hat sich die Berlin mit Jahresbeginn für eine Verschärfung der Einfahrt in die Stadt entschlossen. Nur mehr Fahrzeuge mit grüner Plakette sind somit seit Jahresbeginn einfahrtsberechtigt. Dazu kommt laut ÖAMTC, dass bei der Administration der deutschen Einfuhrplaketten betrügerischen Absichten Tür und Tor geöffnet sind. Nach jüngsten Informationen aus Deutschland geht man davon aus, dass jeder fünfte alte Transporter mit gefälschter Plakette unterwegs ist.

ÖAMTC-Jurist Hoffer zieht deshalb folgende Conclusio: "Bärendienst am Kraftfahrer durch City-Maut oder Fahrverbotszone - nein danke. Die Autofahrer dürfen nicht unter dem Deckmantel der guten Tat für die Umwelt für dumm verkauft werden. Schließlich geht es um die sinnvolle Verknüpfung zwischen verschiednen Mobilitätsvarianten, also eine Kombination von Individualverkehr, Öffentlichen Transportmitteln, Park&Ride-Systemen und der vorhandenen Parkraumbewirtschaftung."

Online-Umfrage zur City-Maut läuft auf vollen Touren

Unter www.oeamtc.at/umfrage/citymaut hat der ÖAMTC eine Umfrage installiert. Alle Interessierten können die Gelegenheit nützen, ihre Meinung zu bisher Gehörtem oder Gelesenem kundzutun. Jedenfalls erneuert der ÖAMTC sein Nein zur Wien-Maut.

(Schluss)

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/250

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0002