"KURIER"-Kommentar von Daniela Kittner: "Spuk im Hohen Haus"

Leider kommen Neuwahlen teurer, als die orangen Mandatare durchzufüttern.

Wien (OTS) - Die Verlängerung der Legislaturperiode des Nationalrats von vier auf fünf Jahre war ein Fehler. Der erste Beweis dafür ist erbracht. Fünfzehn Monate erst gibt es diesen Nationalrat -und schon irren 21 Mandatare plan- und orientierungslos durchs Hohe Haus. Haiders Nachfahren im Parlament taumeln zwischen "im Herzen freiheitlich", "blockfrei" und "rechtsliberal", wobei maximal einer, Parteichef Josef Bucher, in die Nähe von FDP-Programmatik kommt. In der Hauptsache dominieren Wendehälse.
Wen vertreten diese Leute? Welchen Beitrag leisten sie zur Parlamentsarbeit? Oder sind sie nur mehr mit sich und ihren Intim-Feindschaften beschäftigt?
21 Abgeordnete machen 11,5 Prozent des Nationalrats aus. Gerechnet auf die vier Jahre bis 2013 kosten sie die Steuerzahler rund zwanzig Millionen Euro: zehn Millionen für Gagen, sieben Millionen Klub-Basis-Förderung (bei mindestens zehn Abgeordneten) plus weitere drei Millionen Klubförderung (bei 17 Abgeordneten). Eigentlich müsste man neu wählen, damit die Wähler den Spuk beenden - wenn damit nicht ein Wahlkampf und Stillstand in der Regierung verbunden wären.
Was noch teurer käme. Leider.

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