Pichler: "Zusätzliche Belastungen für Österreichs Banken unverantwortlich"

"Österreichische Banken nicht bestrafen für eine Krise, die sie nicht verursacht haben"

Wien (OTS/PWK028) - "Die Forderung nach Einführung einer Banken-Sonderabgabe in Österreich wäre unverantwortlich", unterstreicht Herbert Pichler, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

"Die Kreditwirtschaft in Österreich ist bemüht, den Blutkreislauf der Wirtschaft zu fördern. Zusätzliche Belastungen würden eine wirtschaftspolitische Verschlechterung des Standortes Österreich bedeuten. Das kann in niemandes Sinn sein", so Pichler.

Schon derzeit haben die heimischen Bankinstitute - zusätzlich zu den Auswirkungen der aktuellen Konjunkturschwäche - die Umsetzungen von mit hohen Kosten verbundenen gesetzlichen Vorgaben zu verdauen. Dazu gehören die bereits in Vorbereitung befindliche Verschärfung der Eigenkapitalbestimmungen für Banken, die Umsetzung des Zahlungsdienstegesetzes (ZaDiG) sowie der Verbraucherkreditrichtlinie.

"Die Einführung einer ähnlichen Sonderabgabe, wie sie vom Verfassungsgerichtshof schon einmal aufgehoben wurde, als Reaktion auf die nicht von den heimischen Banken verursachte Finanzkrise lehnen wir daher strikt ab."

Weiters sollte auch nicht vergessen werden, dass es den österreichischen Banken trotz dieser laufenden Belastungen bisher möglich war, das Preisniveau bei Finanzierungen sowohl für Privathaushalte als auch für Unternehmen deutlich günstiger zu gestalten als im EU-Durchschnitt im Allgemeinen und in unseren Nachbarländern Deutschland oder Italien im Speziellen.

"Bevor man zusätzliche Belastungen für Österreichs Banken erfindet, sollte vielmehr zuerst die anachronistische Kreditvertragsgebühr, die Österreich im internationalen Wettbewerb benachteiligt, abgeschafft werden", fordert Pichler abschließend. (JR)

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