VP-Riha: Elternbildung ist der beste Kinderschutz

Familien fördern - Eltern bilden - Kinder schützen

Wien (OTS) - Die Erziehung von Kindern ist heute komplexer, anspruchsvoller und herausfordernder als je zuvor. Eltern sind einer größeren Erwartungshaltung und einem starken Druck ausgesetzt, alles "richtig" zu machen. Konflikte und Krisen in den Familien und Probleme für die Kinder können die Folge sein. So verzeichnete die MA 11, das Amt für Jugend und Familie, im Jahr 2009 über 11.300 Gefährdungsmeldungen. "Durch richtige, frühzeitige und offensive Präventions- und Interventionsarbeit in den Familien, gemeinsam mit Eltern und Kindern können derartige Fehlentwicklungen von vornherein ausgeschlossen werden", betont ÖVP Wien Gemeinderätin Monika Riha in einer heutigen Pressekonferenz.

Gemeinsam mit privaten, gemeinnützigen Vereinen und Institutionen sollte die Stadt Wien ein inhaltlich umfassendes und flächendeckendes Kurs-, Schulungs- und Coachingprogramm für Eltern erarbeiten. Das Angebot selbst sollte so niederschwellig wie möglich organisiert sein, d.h. die Kurse sollten unentgeltlich angeboten werden und das Ziel muss dabei sein, möglichst alle Elternschichten zu erreichen. Eine Zusammenarbeit mit Kindergärten, Kinderärzten und Schulen wäre für Riha wünschenswert.

Angeboten werden sollten, so die VP-Gemeinderätin, Beratungsgespräche mit Eltern vor und nach der Geburt eines Kindes, Vorträge und Workshops zu verschiedenen Erziehungsfragen und entwicklungspsychologischen Themen sowie Elterncoaching in Form von kleinen Gruppen, in denen das eigene Erziehungsverhalten reflektiert werden kann. Auch Konflikt- und Stressmanagement sollte in entsprechenden Kursen thematisiert werden.

"Familienhunderter"

Als Anreiz für die Teilnahme an Kursen könnte es eine wirtschaftliche Motivation für Eltern geben: "Wenn Eltern ab der Geburt des Kindes mindestens 3 bis 5 Kurse innerhalb von 2 Jahren absolvieren, sollten sie dafür 100 Euro als "Familienhunderter" erhalten. Dies sollte bis zum vollendeten 10. Lebensjahr eines Kindes in Anspruch genommen werden können. Insgesamt hätten die Eltern somit die Möglichkeit, jedes 2. Jahr über die eigene Fort- und Weiterbildung jeweils max. 100 Euro, innerhalb von 10 Jahren also insgesamt 500 Euro zu lukrieren."

Family Card - Vorsorge, Beratung und Betreuung für Eltern:

Der Ausbau der familiären Präventionsarbeit könnte auch dazu genutzt werden, so ein weiterer Vorschlag Rihas, das bestehende Instrument des "Mutter-Kind Passes" auf Wiener Ebene durch eine "Family Card" zu ergänzen. Informationen über absolvierte Elternbildungskurse könnten darauf abgespeichert werden. "Die Karte könnte auch mit Vergütungen, etwa landeseigenen Familienleistungen, verbunden werden. Eine derartige "Family Card" wäre aber auch ein physischer Ausdruck, ein Symbol der gestiegenen Bedeutung und der allgemeinen Notwendigkeit von familiärer Präventionsarbeit", meint Riha.

Die ÖVP Wien fordert folgende Instrumente der Präventionsarbeit:

1. Ausbau der Elternbildung und Entwicklung einer Family Card
2. Ausbau der aufsuchenden Familienarbeit
3. Ausbau des Netzes an Eltern-Kind-Zentren

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