Brauner: Wien weitet Förderung für die Sachgüterproduktion aus

Familienbetrieb mit Förderung der Stadt am Weg zur Nummer 1 am Weltmarkt

Wien (OTS) - Die rund 3.500 Wiener Sachgüterproduzenten sind eine zentrale Stütze des Wirtschaftsstandorts Wien und wichtige Arbeitgeber in der Stadt. Bereits seit 2007 unterstützt die Stadt Wien diesen Wirtschaftszweig mit einer gezielten Förderaktion des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF). "Auch wenn die Wiener Wirtschaft zum überwiegenden Teil vom Dienstleistungssektor geprägt ist, so ist für eine moderne Metropole wie Wien auch der Produktionsbereich ein unverzichtbares Standbein. Für eine erfolgreiche Zukunft ist es auch in der Sachgüterproduktion immens wichtig, in Innovationen zu investieren. Und genau dabei unterstützen wir mit dem Förderwettbewerb des WWFF zur 'Innovativen Sachgüterproduktion'. Im vergangenen Jahr konnte die Stadt Wien das entsprechende Fördervolumen für innovative Projekte sogar von ursprünglich geplanten drei Millionen Euro auf 4,4 Millionen Euro -und somit mehr Budget als je zuvor - aufstocken. Damit stärken wir Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Wiener Betriebe und sichern zugleich den Erhalt und die Schaffung neuer Arbeitsplätze", so Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner am Montag im Rahmen eines Fototermins.

Die maximale Förderhöhe je Projekt wurde auf 100.000 Euro angehoben. "Das ist ein massiver Anreiz für Unternehmen, in nachhaltige Wachstumsprojekte zu investieren - auch und gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Abwicklung von Fremdfinanzierungen schwieriger geworden ist. Mit allen Förderprogramme des WWFF und seiner Tochterunternehmen ZIT und departure haben wir 2009 rund 37 Millionen Euro in die Wiener Wirtschaft und damit in Wiener Unternehmen und Wiener Arbeitsplätze investiert", so Brauner weiter. Vizebürgermeisterin Brauner präsentierte die Ergebnisse der Förderaktion gemeinsam mit WWFF-Geschäftsführer Mag. Gerhard Hirczi beim geförderten Familienbetrieb Friedrich Ehlmaier GmbH. Die Unterstützung des WWFF für Sachgüterproduzenten wird im Frühjahr 2010 fortgesetzt.

"Diese Förderaktion zielt darauf ab, ein langfristig stabiles Unternehmenswachstum zu unterstützen. Das ist die Basis für ein Wachstum der Beschäftigtenzahlen. Durch die Förderung der Stadt Wien und die Umsetzung der Wachstumsprojekte entstehen in den geförderten Firmen rund 180 neue Arbeitsplätze", so WWFF-Geschäftsführer Hirczi. Die Förderungen lösen insgesamt Investitionen von 13,7 Millionen Euro am Standort Wien aus.

55 Projekte gefördert

Gefördert wurden 55 Projekte von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Neugründungen aus dem Bereich der Sachgüterproduktion. Knapp ein Drittel aller Unternehmen erhielt erstmals eine Förderung der Stadt Wien. Die Schwerpunkte der 2009 geförderten Projekte bilden die Bereiche Metallbearbeitung, Nahrungs- und Genussmittelerzeugung sowie das Druckereiwesen. Die Palette der geförderten Vorhaben reicht weiters vom Maschinenbau bis zur Herstellung von Gummiwaren. Seit 2007 konnten mit dieser WWFF-Förderaktion bereits 130 Innovationsprojekte von Wiener Sachgüterproduzenten mit insgesamt rund 8,6 Millionen Euro gefördert werden. Das löste Investitionen von über 38 Millionen Euro aus.

Traditionsbetrieb am Weg zur weltweiten Nummer 1

Als ein gefördertes Musterprojekt stellte Vizebürgermeisterin Renate Brauner die geplante Investition der Friedrich Ehlmaier GmbH vor. Der 1844 gegründete Betrieb ist seit fünf Generationen in Familienbesitz, stellt technische Schnüre und Bänder für Sonnenschutz (Jalousien) her und zählt dabei weltweit zu den drei führenden Unternehmen. Nun investiert das Unternehmen aus dem sechsten Wiener Gemeindebezirk in die Entwicklung einer speziellen Maschine zur verbesserten Herstellung von Leiterkordeln. Ehlmaier hat eine neue Methode entwickelt, die den Verschleiß und die Abnützung der Schnüre reduziert und damit ein wesentliches Problem bei der Herstellung von Leiterkordeln behebt. Mit der gesteigerten Lebenszeit sowie integriertem UV-Schutz und Witterungsschutz schafft die Firma einen Qualitätssprung gegenüber der internationalen Konkurrenz. Die zur Fertigung der verbesserten Leiterkordeln notwendige Maschine ist aber nicht am Markt erhältlich, sondern muss von der Wiener Firma selbst entwickelt werden. Dabei wird das Unternehmen vom WWFF im Rahmen der Förderaktion unterstützt. "Ich erwarte mir von diesem Projekt, dass unsere Firma eine Alleinstellung auf dem Weltmarkt erreicht. Das neue Produkt ist qualitativ unerreicht. Es gibt schon jetzt großes Interesse dafür aus dem Ausland", sagt Peter Ehlmaier, einer der Geschäftsführer.

Weitere Beispiele für geförderte Unternehmen in Wien

Die Firma DUMAG hat bereits in der Vergangenheit einen Industriebrenner entwickelt, der Industrieabfälle restlos verbrennt. Zumeist kommt er im Ausland zum Einsatz, vor allem in Übersee. Das Innovationsprojekt zielt darauf ab, ein System zur Fernwartung dieser Brennöfen aufzubauen. Dadurch erwartet das Unternehmen eine Steigerung des Umsatzes sowie die Schaffung von vier neuen Arbeitsplätze in Wien.

Rozet & Fischmeister ist ein Wiener Juwelier am Kohlmarkt, dessen Gründung bis ins Jahr 1770 zurück geht. Das geförderte Projekt soll den Betrieb mit neuer Technologie ausstatten. Einerseits mit einer vergrößerten Galvanikanlage. Andererseits soll ein Prototyp-Herstellungsverfahren samt spezieller Software installiert werden. Dank dieser Technologie können vor der endgültigen Fertigung von Schmuck (z.B. aus Gold) zum Zwecke der Veranschaulichung rasch Modelle aus Kunststoff hergestellt werden.

Je Einreichkategorie (Unternehmen in Gründung, Kleinunternehmen, Mittlere Unternehmen) gab es für die drei besten Projekte zusätzlich zur Förderung noch Preisgelder in der Höhe von 5.000 Euro, 2.500 Euro und 1.000 Euro.

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