FCG - Stephan Maresch fordert eine Gleichbehandlung aller Schulstandorte

Wien (OTS) - Seit Monaten will Bundesministerin Dr. Claudia
Schmied der Bevölkerung weis machen, dass die jahrzehntealte, sozialistische Forderung der Gesamtschule der 10 bis 14 -jährigen das bessere Schulmodell ist. Unter dem Schulversuch "Neue Mittelschule" will die Ministerin den Beweis antreten. Wieder einmal verschweigt Schmied bei ihren Lobeshymnen, dass dieses Schulmodell in der Erprobungsphase mit zusätzlichen Ressourcen ausgestattet wird und gerade deshalb viele Schulstandorte am Schulversuch teilnehmen. Die Ministerin verschweigt aber auch noch, dass nach Beendigung des Versuchsstatus die zusätzlichen Personalressourcen wieder gestrichen werden, meint Stephan Maresch Zentralausschussvorsitzender der PflichtschullehrerInnen in Wien.

Dem Wunsch der Ministerin, den Anteil der erst vor Kurzem von fünf auf zehn Prozent angehobenen Schulversuchsobergrenze nun auf zwanzig Prozent zu erhöhen, erteilt Maresch eine klare Absage.
Ein Schulversuch dient dem Namen nach der Erprobung und soll auf keinen Fall die Türe öffnen, ein sozialistisches Denkmodell flächendeckend und schleichend einzuführen. Vielmehr sollten alle Hauptschulen, die bisher erfolgreich gearbeitet und auch Schwerpunkte wie beispielsweise Musik, Sport, Informatik oder lebende Fremdsprachen gesetzt haben ebenso die gleichen Ressourcen bekommen. Nur so kann man am Ende der Erprobungsphase eine seriöse Gegenüberstellung anstellen. Momentan werden die Hauptschulen von Schmied völlig benachteiligt und von der Dienstgeberin aus ideologischen Gründen schlecht gemacht. Wenn nicht einmal das Ministerium medial an die gute Qualität unserer Hauptschulen glaubt, bleibe den Eltern nichts anderes übrig als ihre Kinder in der "Neue Mittelschule" anzumelden.

Schulversuche dienen zur Erprobung. Eine flächendeckende Einführung macht tausende SchülerInnen und Schülern zu Versuchsobjekten. Das kann doch eine verantwortungsbewußte Bildungsministerin nicht tatsächlich wollen, meint Maresch abschließend.

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Stephan Maresch
Vorsitzender ZA/Wien/APS
PflichtschullehrerInnengewerkschaft
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