Leitner/Etzenberger: LandwirtInnen leistungsgerechtes Einkommen sichern!

Wahlauftaktveranstaltung der SPÖ Bauern NÖ für Landeslandwirtschaftskammerwahl fand in Atzenbrugg statt

St. Pölten/Trasdorf (OTS) - "Die Ausgangslage ist spannend: Die SPÖ Bauern sind bei der letzten Wahl mit 5,15 Prozent in die Landwirtschaftskammer eingezogen. Wir wollen Terrain gewinnen und mit einem vielfältigen Angebot an die Bäuerinnen und Bauern, die sich vom VP-Bauernbund nicht mehr ausreichend vertreten fühlen, Stimmen dazu gewinnen", erklärt der Vorsitzende der SPÖ NÖ, Landeshauptmann-Stv. Dr. Sepp Leitner beim Wahlauftakt der SPÖ Bauern NÖ in Trasdorf bei Atzenbrugg. Mit dabei waren auch Landesgeschäftsführer Günter Steindl und SPÖ NÖ Agrarsprecher Mag. Günther Leichtfried.

"Die LandwirtInnen werden bei dieser Wahl am 28. Februar entscheiden, ob die negativen Entwicklungen der letzten Jahre auch in Zukunft fortgesetzt werden sollen", so der Vorsitzende der SPÖ Bauern NÖ, LKR Josef Etzenberger in seinem Referat: "Die ungerechte Agrarpolitik des ÖVP-Bauernbundes der letzten zehn Jahre führte zu einem massiven Bauernsterben in Niederösterreich." Gab es 1999 noch 54.551 Betriebe, waren es 2007 nur mehr 45.782 Betriebe. In diesem Zeitraum mussten in Niederösterreich 8.769 Betriebe für immer zusperren. "Das sind drei Betriebe am Tag", beschreibt Etzenberger die besorgniserregende Lage:
"Die Bäuerinnen und Bauern sind verunsichert, sie brauchen wieder eine Perspektive - diese können wir nur mit einer fairen Bezahlung für harte Arbeit erreichen!"

Auf Bezirksebene kandidieren viele Mitglieder der IG Milch als "Freie Bauern" gemeinsam mit den SPÖ Bauern, so Karl Kerschner, IG-Milch-Mitglied der ersten Stunde, der im Bezirk Melk gemeinsam mit den SPÖ Bauern kandidieren wird. Sie seien mit der Politik für Konzerne und Raiffeisen nicht mehr einverstanden, so der SPÖ Bauern-Bundesgeschäftsführer, Siegmund Astner: "Wo war der NÖ Landwirtschaftskammerpräsident Schultes bei der Bewältigung der Krise für die NÖ Milchbauern? Er hat sich im Parlament versteckt - und das nennt man sich feige drücken vor der Verantwortung. Er ist nicht gewillt, dass unsere LandwirtInnen einen gerechten Erzeugerpreis und ein vernünftiges Einkommen erzielen. Offenbar unterstützt Schultes lieber die Großkonzerne und

Etzenberger fordert die ÖVP Agrarpolitiker auf, zu handeln: "Die Förderpolitik muss geändert werden, so dass nicht große Konzerne wie Fruchtsafterzeuger das größte Stück vom Kuchen bekommen, sondern vor allem die Existenz der kleinen Bauern gesichert wird!" Priorität habe aber auch die soziale Absicherung der Bäuerinnen und Bauern, betont LHStv. Dr. Sepp Leitner: "Die Abschaffung der Hacklerregelung, wie sie die VP fordert, würde auch viele Bauern, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, massiv betreffen. Deswegen unterstützen wir Bundeskanzler Werner Faymann und Bundesminister Rudolf Hundstorfer bei der Aufrechterhaltung der Regelung bis 2013 und einer anschließenden Einschleifregelung."

"Die konzernorientierte Agrarpolitik der konservativen ÖVP-Agrarpolitiker hat zu einem Ausbluten des ländlichen Raumes und zur Zerstörung vieler kleiner, bäuerlicher Betriebe geführt - dem wollen wir mit einer gerechten, sozial ausgewogenen Agrarpolitik entgegenwirken", so Leitner und Etzenberger: "Wir fördern nicht die Rekordgewinne der Konzerne, sondern setzen uns für die Anliegen der LandwirtInnen ein!"

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