Neues Volksblatt: "Trauerspiel" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 16. Jänner 2010

Linz (OTS) - Für das, was sich in den vergangenen Wochen zwischen Orange und Blau vor allem in Kärnten abgespielt hat, sind verschiedene Bezeichnungen möglich: Kasperltheater oder Schmierenkomödie könnte man zum Beispiel sagen, wäre die Sache nicht zu ernst. Geht es doch um gewählte Volksvertreter, deren Aufgabe es eigentlich wäre, Probleme zu lösen. Und solche gibt es gerade in Kärnten mit seinen desaströsen Budgetverhältnissen genug. Also qualifizieren wir die Ereignisse rund um FPÖ und BZÖ weniger lustig, als "Trauerspiel". Wobei sich das Mitleid für die handelnden politischen Personen in Grenzen halten darf, sind sie doch - anders als vielleicht in mancher griechischen Tragödie - nicht Opfer irgendwelcher Mächte, sie sind vielmehr Opfer ihrer selbst. Traurig ist die ganze Sache wiederum für die Bevölkerung, speziell in Kärnten, die von ihren Politikern - siehe oben - anderes erwartet als eine Mischung aus Hickhack und Harakiri. Kaum etwas anderes als ein solcher Mix ist, betrachtet man die Vorzeichen, vom heutigen FPK-Parteitag in Kärnten zu erwarten. Aber vielleicht ist das auch gut so, damit jenen die Augen geöffnet werden, die sich von den Scheuchs und Straches einen konstruktiven Beitrag für die österreichische Politik erhoffen.

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