FPÖ-Neubauer: "Zu Tode gefurchten, is a gstorbn!, Herr Khol"

Südtirol muss endlich aus der Geiselhaft von Politikern wie Khol befreit werden

Wien (OTS) - Vor zwei Tagen nahm der freiheitliche
Südtirolsprecher und Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer an einer von der Schützenkompanie Villanders in Südtirol veranstalteten Podiumsdiskussion über eine selbstbestimmte Zukunft Südtirols teil. Aus dem ganzen Land waren die Menschen gekommen und hatten sich in unüberhörbarer Weise zu Selbstbestimmung und Landeseinheit Tirols bekannt.

"Die Wortmeldungen und Reaktionen der rund 400 Zuhörer im überfüllten Saal zeigen mir ganz klar, dass die Zukunft Südtirols nicht in den Schoß von Politikern der Vergangenheit wie Pichler-Rolle (Südtiroler Volkspartei) oder Andreas Khol (ÖVP) gehört, sondern jenen, die den Menschen endlich reinen Wein einschenken und zukunftsorientiert neue Wege zu Fragen der Selbstbestimmung, Staatsbürgerschaft und Schutzmachtfunktion, ebnen", stellte heute Neubauer fest.

Nun habe der ÖVP-Seniorenchef Andras Khol in der heutigen Ausgabe der "Tiroler Tageszeitung" erklärt, er warne vor der Einführung einer Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler, weil man sonst Roms Politiker verärgern könne. Khol weiter: Diese Forderung sei im österreichischen Parlament nicht mehrheitsfähig und werde angeblich auch von den Südtirolern mehrheitlich nicht gewünscht. Neubauer:
"Damit nimmt sich Khol ohne jede Legitimation heraus, einen von der Südtiroler Volkspartei unterstützten Vorschlag im Namen der Südtiroler abzulehnen. Das ist eine unglaubliche Anmaßung und Bevormundung der Südtiroler durch einen ÖVP-Politiker." Gleichzeitig offenbare Khol damit, dass in Südtirolfragen er selbst den Kurs der ÖVP vorgeben könne, ohne den parteiintern offenbar entmachteten ÖVP-Südtirolsprecher Hermann Gahr überhaupt fragen zu müssen.

"Hier wird eine unheilvolle ÖVP-Allianz Khol-Platter-van Staa-Spindelegger sichtbar, welche die mit Neofaschisten durchsetzten Rechtsaußen-Regierung in Rom gegen die eigenen Südtiroler Landsleute unterstützt. Man fragt sich immer mehr, ob die Schwester-Partei der ÖVP eigentlich noch die Südtiroler Volkspartei (SVP) ist, oder nicht schon längst die von Berlusconi angeführte neue halbfaschistische Regierungspartei PDL", erklärte Werner Neubauer. Namhafte Vertreter der SVP hätten sehr wohl die doppelte Staatsbürgerschaft befürwortet. Es sei durch die SVP sogar eine Unterschriftenaktion dafür in ganz Südtirol angekündigt worden. Landeshauptmann Durnwalder habe eigens einen Brief an die Bundesregierung mit dem Wunsch nach Verankerung der Schutzmachtfunktion abgeschickt. "Nun versucht Khol diese Entwicklung aufzuhalten und durch seine Erklärung in der "Tiroler Tageszeitung" zu diskreditieren", so Neubauer.

Bei den nächsten in Nordtirol und Südtirol anstehenden Wahlen werde die Bevölkerung in ganz Tirol die Gelegenheit haben, jenen eine klare Abfuhr zu erteilen, die gegenüber der eigenen Bevölkerung die Interessen Roms vertreten, mit gespaltener Zunge sprechen und dabei noch die Stirn haben, sich bei jeder Gelegenheit als Patrioten auszugeben. Die ÖVP solle sich endlich einmal ermannen, Politik für die eigenen Leute in Tirol und nicht für die Interessen Roms zu machen und vor allem endlich die Angst vor einem ärgerlichen Stirnrunzeln in Rom abzulegen. Abschließend ließ Neubauer Khol wissen, dass es nach einem alten Sprichwort heißt "Zu Tode gefurchten, is a gstorbn" Herr Khol!"

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