Ellensohn: Bedürftige WienerInnen ein Jahrzehnt auf Sozialhilfe-Abstellgleis

Pilotprojekte sind wichtig und richtig, aber kommen spät und sind zu wenig

Wien (OTS) - Mehr als 100.000 WienerInnen und deren Familien sind
in Wien mittlerweile auf Sozialhilfe angewiesen. Die Situation verschärft sich laufend. Der Sozialsprecher der Grünen Wien, Stadtrat David Ellensohn: "Während ständig neue Fakten über den Anstieg der Armut in Wien bekannt werden - zuletzt der massive Anstieg an Menschen, die auf Sozialmärkte angewiesen sind - verweigert die Wiener SPÖ konstant eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Problem." So existiert etwa für Wien, dem Bundesland mit dem bundesweit höchsten Anteil an armen und armutsgefährdeten Haushalten, kein Armutsbericht. "Im Gegensatz zu Tirol, Niederösterreich und Kärnten bleiben sowohl die Ursachen als auch die Auswirkungen von Armut im Dunklen", so Ellensohn.

"Es ist natürlich erfreulich, dass Menschen mit Sozialhilfebezug nunmehr ein Angebot zur Verfügung steht, wie das Projekt step2job. Weniger erfreulich ist, dass die Teilnahme offenbar nicht freiwillig geplant ist, sondern mit dem Verlust der Unterstützung gedroht wird. Damit wird der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses extrem erschwert", so Ellensohn. "Die Armut in Wien hat sich im vergangenen Jahrzehnt verdoppelt. Häupl hat dabei zugesehen. Jetzt Pilotprojekte zu starten ist gut, kommt aber reichlich spät."

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