Baustoffe und Nachhaltigkeit - FV Steine-Keramik und ÖGUT schaffen Basis für neue Gebäudebewertung

Breite Informationsoffensive für 2010 geplant

Wien (OTS/PWK025) - Vor fast genau zwei Jahren gaben
Fachverband Steine-Keramik und ÖGUT den Startschuss zur Forschungsinitiative "Nachhaltigkeit Massiv"; das mit 1,2 Mio. Euro dotierte Projekt wurde beim Klima- und Energiefonds eingereicht und wird über die FFG abgewickelt, wobei Fachverband und ÖGUT zusammen mit 13 Forschungspartnern ein Projekt-Konsortium bilden; 15 inhaltliche und ein zusammenfassendes Projekt wurden beauftragt.

Hauptziel war es eine breite Nachhaltigkeitsdiskussion zu starten, um die einseitig ökologische Schwerpunktsetzung bei Bewertungsinstrumenten wie dem OI3-Index und dem Gebäudebewertungstool Total Quality Building (TQB) zu überwinden. Nach Abschluss der Projekte liegen nun umfangreiche Ergebnisse vor, die vor kurzem bei einer sehr gut besuchten Veranstaltung in der WKÖ vorgestellt wurden.

Hauptergebnisse der "neuen Nachhaltigkeit von Gebäuden":
- Ökologie - Erweiterung des Ökoindex 3 (OI3) um die Lebensdauer von Bauteilen (u.a.);
- Ökonomie - Berechnung von Lebenszykluskosten, Optimierung von Gebäudenutzungskosten, Leitfaden "Massive Alternativen im Bürobau" (u.a.);
- Soziales - Sommerverhalten unterschiedlicher Baustoffe, Indikatoren für soziale Nachhaltigkeitsaspekte;
Die Ergebnisse der Teilprojekte flossen in die Weiterentwicklung des österreichischen Gebäudebewertungssystems TQB ein.

Anlässlich der Projektpräsentation begrüßte Vizebürgermeister Michael Ludwig die Nachhaltigkeitsinitiative von Fachverband & ÖGUT; für Bauträgerwettbewerbe der Stadt hat Ludwig kürzlich soziale Kriterien eingeführt neben den Anforderungen der Ökologie, der Wirtschaftlichkeit und der Architekturleistung.

Zum Wohnbauprogramm der Stadt Wien führte er aus, dass jährlich 7000 Wohneinheiten neu errichtet werden, davon 85% gefördert. Ludwig betonte die Wichtigkeit der Wohnbauförderung und hob hervor, dass die im Rahmen des Finanzausgleichs lukrierten 450 Mio. Euro von der Stadt ausschließlich für das Wohnen verwendet würden, aufgestockt um 150 Mio. Euro aus Eigenmitteln. Von diesen insgesamt 600 Mio. Euro gingen ca. 300 Mio. Euro in den Wohnbau, 200 Mio. Euro in die Sanierung und 100 Mio. Euro in die Individualförderung.

Der Techniksprecher des Fachverbands, Martin Leitl rief zu einem Wettbewerb der Ideen beim nachhaltigen Bauen auf. Die besten Ideen sollten im Sinne der neuen EU-Gebäuderichtlinie zu Bauweisen führen, die voll auf die Ziele der CO2-Einsaprung und Energieeffizienz ausgerichtet sind.

Bernd Wolschner, Obmann-Stv. des Fachverbands kündigte für 2010 eine breite Informationsoffensive der Stein- und keramischen Industrie zu den Forschungsergebnissen an und forderte deren Umsetzung in Österreich (erweiterter OI3, TQB, Sommertauglichkeitsnormung) und auf europäischer Ebene beim technischen Normungskomitee CEN TC 350 "Nachhaltigkeit von Gebäuden".

Die Präsentationsbroschüre "Nachhaltigkeit Massiv" sowie weitere Details zu den Ergebnissen können unter www.nachhaltigkeit-massiv.at abgerufen werden. (us)

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/240

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Stein- und keramischen Industrie
Dr. Carl Hennrich,
Mag. Roland Zipfel,
T +43 (0) 590 900 - 3515
F +43 / 1/ 505 62 40
E steine@wko.at
W www.baustoffindustrie.at
W www.nachhaltigkeit-massiv.at
W www.baumassiv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0005