ÖGJ an Jank: Handeln statt jammern

Statt neue Studien in Auftrag zu geben, soll WKÖ Bildungsreformen mittragen - die Konzepte liegen längst auf dem Tisch

Wien (OTS/ÖGJ) - "Zumindest seit der Zeit der alten Griechen wird gejammert, dass die Jugend immer dümmer wird. Schade, dass auch WKW-Präsidentin Jank mit dieser seltsamen Tradition nicht brechen will - und sich wieder einmal über das angeblich so schreckliche Niveau der LehrstellenkandidatInnen beklagt", sagt Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Statt mit teuer eingeflogenen Wissenschaftern schöne Ideen auszutauschen, sollte Jank lieber ihren Einfluss auf die Politik nutzen, damit die längst auf dem Tisch liegenden Konzepte für Schulreformen endlich umgesetzt statt blockiert werden."++++

Viele der Jugendlichen, die derzeit keine Lehrstelle in einem Betrieb bekommen, werden von überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen aufgefangen. Dort können sie bis zum Lehrabschluss bleiben - und dann stellt sich heraus, dass sie überaus "arbeitsmarktfähig" sind, auch wenn sie Jahre zuvor bei einem Vorstellungsgespräch zum Entsetzen der Ausbildner vielleicht die österreichischen Bundesländer nicht aufzählen konnten, weil sie gerade nervös waren.

Dass Bildungsmängel bei den PflichtschulabsolventInnen vorkommen, will Michlmayr aber gar nicht bestreiten: "Sowohl Studien über die Ursachen als auch Konzepte für notwendige Schulreformen liegen aber längst auf dem Tisch. Wenn Jank jetzt wieder neue Studien in Auftrag gibt, geht wertvolle Zeit verloren. Jedes weitere Jahr ohne Bildungsreform ist für einen weiteren Geburtenjahrgang ein verlorenes Jahr."

Derzeit geht ein riesiges Bildungspotential verloren, weil Kinder aus "bildungsfernen" Familien aus dem Bildungssystem gedrängt werden, statt deren Fähigkeiten gezielt zu fördern. "Durch eine gemeinsame Schule für alle 6- bis 15-Jährigen soll die Entscheidung über den weiteren Bildungsweg nicht schon nach der Volksschule gefällt werden", fordert Michlmayr. Durch flächendeckende Ganztagsbetreuung sollen Eltern nicht mehr für teure private Nachhilfe zahlen oder selbst den Kindern beim Lernen helfen müssen.

ÖGB, 15. Jänner 2010

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