Grüne Wirtschaft: "Bürokratie-Exzess Wirtschaftskammer-Wahl"

Bundessprecher Volker Plass gibt Einblicke in den "Bürokratie-Dschungel Wirtschaftskammer".

Wien (OTS) - Heute endet die Frist für die Abgabe der Wahlvorschläge zur Wirtschaftskammer-Wahl 2010.

Aus diesem Anlass übergibt Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft, symbolisch Kopien jener rund 5.000 Formulare, die für die bundesweite Kandidatur der Grünen Wirtschaft notwendig sind, vor der Wirtschaftskammerzentrale an Präsident Christoph Leitl.

Die tatsächliche, rechtsverbindliche Übergabe findet zur selben Zeit in den jeweiligen Landeskammern statt.

877 Wahlen - Ein gigantischer Bürokratie-Exzess!

"Während WKÖ-Präsident Christoph Leitl lieber anderen Tipps in Sachen Verwaltungsreform gibt, veranstaltet sein eigenes Haus bei der Wirtschaftskammer-Wahl einen gigantischen Bürokratie-Exzess", sagt Volker Plass.

Bei der Wirtschaftskammer-Wahl handelt es sich um 877 Einzelwahlen in 877 regionalen Branchengremien. Um flächendeckend kandidieren zu können, braucht man nicht nur mindestens 1 Kandidat/in für jedes dieser Gremien, sondern auch eine genau definierte Anzahl von Unterstützungserklärungen in jedem Gremium.

Sogar der ÖVP-Wirtschaftsbund muss wie alle anderen Fraktionen, die längst im Wirtschaftsparlament der Kammer vertreten sind, alle fünf Jahre bei Null beginnen und tausende Unterstützungserklärungen sammeln.

Kammer-MitarbeiterInnen müssen 30.000 unnötige Formulare überprüfen

Insgesamt werden heute von allen Fraktionen bundesweit rund 30.000 großteils vollkommen unnötige Formulare eingereicht, die an diesem Wochenende von Dutzenden Kammer-MitarbeiterInnen überprüft werden müssen.

Diese Formulare mit genauer Fachgruppenbezeichnung, Adresse, Unterschrift, Mitgliedsnummer, Sozialversicherungsnummer, Stempel und weiteren detaillierten Firmenangaben usw. sind so kompliziert, dass sie niemand versteht.
Bei den Mitgliedern der Wirtschaftskammer, den betroffenen UnternehmerInnen, erzeugt diese Vorgangsweise nur Kopfschütteln.

Grüne Wirtschaft überspringt Bürokratie-Hürde

"Wir haben schon vor fünf Jahren gefordert, 80% dieser Formulare ersatzlos abzuschaffen, aber der ÖVP-Wirtschaftsbund wollte an dieser bürokratischen Hürde für kleine Fraktionen nicht rütteln. Die Grüne Wirtschaft kann man jedoch mit solchen Schikanen nicht aufhalten", sagt Volker Plass.

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