City-Mauten sind laut ÖAMTC in anderen europäischen Städten schon wieder out

In London will man von City-Maut-Ausdehnung wieder abrücken, in Manchester siegt die Vernunft, auch in Paris gibt es klares Votum gegen eine City-Maut

Wien (OTS) - Nachdem rund um die Volksbefragung in Wien zum Thema City-Maut die Wogen hoch gehen, hat der ÖAMTC innerhalb Europas die Stimmung zum Thema recherchiert. In London wurde das ursprünglich sehr kleine Citymautgebiet von 21 Quadratkilometern auf 38 Quadratkilometer ausgedehnt. Derzeit erwägt die Londoner Stadtverwaltung allerdings wieder auf die Fläche von 1997 zurückzugehen. Die Gründe sind laut ÖAMTC-Recherchen von Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau:

  • Die Einnahmen blieben unter den Erwartungen (die regulären Mauteinnahmen sind geringer als die Strafzahlungen, die jedoch einen hohen administrativen Aufwand erfordern).
  • Die Luftqualität ist nur geringfügig besser geworden, manche Emissionen sind sogar angestiegen.
  • Die Bewohner der Vororte fühlen sich eingeschränkt, Einkaufsfahrten sowie Besuche von Restaurants, Theatern, Kinos etc. sind zurückgegangen.
  • Es profitieren de facto ausschließlich die Innenstadtbewohner. Sie bekommen 90 Prozent Rabatt auf die City-Maut und können weiterhin ungehindert fahren.

Laut ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin mussten auch die City-Maut-Befürworter kürzlich in Manchester (GB) einen herben Rückschlag hinnehmen. Satte 80 Prozent der Bevölkerung sprachen sich in einer Abstimmung gegen ein Projekt aus, das für die Fahrt ins Zentrum zu Spitzenzeiten rund fünf Pfund Gebühr vorgesehen hätte.

Erst im Sommer 2008 hatte sich auch der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoe gegen City-Maut-Pläne für die französische Hauptstadt ausgesprochen. Eine solche sei bei den Parisern "höchst unpopulär" und "schlicht unsozial". Nur "Reiche und Gutverdienende" könnten die Maut für den Zugang zum Banken- und Börsenviertel in der City of London bezahlen. Paris aber wolle in der Verkehrspolitik keine "soziale Ausgrenzung".

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