ARBÖ Wien gegen City-Maut: Tangente würde vollends zum Parkplatz

Wien (OTS) - Das Verkehrsaufkommen in Wien ist seit 2007 nachweislich um 1,1 Prozent auf 787.000 Kraftfahrzeuge im Tagesschnitt gesunken, in den inneren Bezirken (1. sowie 4.-9.) ist der Rückgang mit 2,6 Prozent sogar überdurchschnittlich hoch ausgefallen. "Das sind Fakten, die deutlich dokumentieren, dass die Parkraumbewirtschaftung greift und es keine neue City-Maut braucht", hält Herbert Hübner, Landesgeschäftsführer des ARBÖ Wien fest.

Die meisten und größten Staus spielen sich außerhalb des inneren Stadtgebietes, zumeist auf der Südosttangente (A23) und ihren Zubringern ab. Dort werden sich die Staus spätestens ab Jahresbeginn 2011 durch drei große Baustellen (Laaerbergtunnel, Hanssonkurve, Abfahrt Landstrasser Gürtel) und neue Zubringerrelationen -Nordautobahn (A5), Teilstücke der S1/Regionen Ring - auch noch massiv verstärken. "Aufgrund dieser Tatsachen ist völlig unverständlich und nicht nachvollziehbar, wie eine City-Maut am Ring oder Gürtel die Stauproblematik auf der Tangente lösen helfen soll", fragt sich nicht nur der ARBÖ Wien. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass eine City-Maut im Stadtinneren zu noch mehr Verkehr im außerstädtischen Bereich führen wird, weil in Vermeidung der City-Maut sich mehr Menschen gezwungen sehen, außerhalb des inneren Stadtgebietes einzukaufen. In der Folge wird sich die Stauproblematik auf der Tangente und ihren Zubringern verschlimmern, argumentiert der ARBÖ Landesgeschäftsführer: "Dann würde die Tangente vollends zum Parkplatz." Verschärfend kommt hinzu, dass mit einer Entlastung durch zwei geplante neue Donauquerungen erst in mehreren Jahren gerechnet werden kann.

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