Steindl: "ÖVP-dominierte NÖ Landwirtschaftskammer lässt LandwirtInnen im Stich!"

Firmenbeteiligungen und Rekordgewinne dürfen nicht vor Interessen der Bauern stehen

St. Pölten (OTS) - "Für kleine landwirtschaftliche Betriebe wird es immer schwieriger zu bestehen - der NÖ Bauernbund lässt die LandwirtInnen im Stich und konzentriert sich in erster Linie auf Firmenbeteiligungen und Beteiligungen an Genossenschaften und Konsortien", so der SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Günter Steindl heute im Rahmen einer Pressekonferenz. Beispielsweise ist über die LK Holding die NÖ Landwirtschaftskammer an der NÖ Versicherung zu fast 75% beteiligt. Ein weiteres Beispiel ist der Maschinenring, gegründet von Bauernbund-nahen Mitgliedern: "Diese erhalten von Bund und Land insgesamt 628.000 Euro an Geschäftsführerförderung", rechnet Steindl vor, "wofür das Geld verwendet wird, ist nicht nachvollziehbar!"

Wichtig sei eine Reformierung der Förderpolitik: Denn Betriebe mit großen Ackerflächen oder einer großen Anzahl an Tieren erhalten hohe Förderungen, kleine Betriebe können nicht bestehen, so Steindl:
"Jeden Tag müssen drei landwirtschaftliche Betriebe zusperren - und die ÖVP-dominierte NÖ Landwirtschaftskammer schaut einfach zu und nimmt ihre Aufgabe zur Interessensvertretung nicht wahr!"

Rund 40 Prozent des Budgets der NÖ Landwirtschaftskammer würden durch Landesförderungen finanziert (19.567.380 Euro von insgesamt 48.786.580 Euro) - ein Kammerrat betreut 213 Wahlberechtigte. "Im Gegensatz dazu erhält die Arbeiterkammer 0,65 % ihres Budgets aus öffentlichen Geldern, die Wirtschaftskammer 0,09%", erklärt Steindl:
"Jedoch werden bei der AK NÖ von einem Kammerrat 3.845 Mitglieder betreut, bei der WK NÖ 461!" Zudem hätte die Landwirtschaftskammer mit 40 Dienstautos einen weitaus größeren Fuhrpark als AK NÖ (11) und die Wirtschaftskammer (2).

Gemeinsam mit Vertretern der IG Milch engagiert sich die SPÖ NÖ -allen voran die SPÖ Bauern NÖ - für die kleinen LandwirtInnen -"damit diese eine faire Bezahlung für ihre Arbeit erhalten", so Steindl. Wichtige Anliegen sind ihm vor allem eine gerechtere Verteilung der Förderungen für Klein- und Mittelbetriebe und ein Bürokratieabbau bei Förderansuchen. "Die jungen Bäuerinnen und Bauern müssen Perspektiven haben - die gerechte, sozial ausgewogene Agrarpolitik der SPÖ will dafür die Voraussetzungen schaffen: Wir fördern nicht die Rekordgewinne der Konzerne, sondern setzen uns für die Anliegen der LandwirtInnen ein!"

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