Städtebund begrüßt Aussagen des künftigen EU-Kommissars Hahn zur europäischen Städtepolitik

Wien (OTS) - "Wir begrüßen das Vorhaben des designierten EU-Regionalkommissars Johannes Hahn, eine neue europäische Städtepolitik als eine seiner Prioritäten zu setzen", zeigt sich Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes sehr erfreut über Johannes Hahns Rede während seines dreistündigen Hearings vor dem EU-Parlament Donnerstagabend. Ein Großteil der europäischen Bevölkerung lebt in Städten, die auch Zentren der Innovation sind. Dies gilt nicht nur für den wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt, sondern vor allem auch für den Bereich der sozialen und demografischen Veränderungen - wie dem interkulturellen Zusammenleben, der Entwicklung neuer gesellschaftlicher Lebensformen und dem demografischen Wandel.

Städte sind treibende Kraft

Starke und innovative Zentren sind aber auch entscheidende Impulsgeber für den Städte umgebenden Raum. "Dass Kommissar Hahn die Aufmerksamkeit auf die europäischen Städte lenkt, freut uns natürlich. Das Denken in funktionalen Stadtregionen wird uns künftig immer öfter beschäftigen, wenn wir uns über die Entwicklung des Raumes Gedanken machen", so Weninger. Die Polarität "Stadt" einerseits und "Land" andererseits löse sich mehr und mehr auf. Beide Räume sind stark miteinander verflochten - dies zeige sich Tag für Tag an den Pendlerströmen. "Eine Stärkung der Zentren ist im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes nicht nur dringend erforderlich, sondern bedeutet gleichzeitig auch eine Stärkung des ländlichen Raums, der mit den Städten eng verflochten ist, aber seinerseits ebenfalls wichtige Funktionen im Zusammenspiel der Regionen erfüllt", ist Thomas Weninger überzeugt.

Die Europäische Union trägt in Zukunft eine wichtige Verantwortung, denn sie ist politische und emotionale Klammer, innerhalb derer sich die vielfältigsten Regionen und die in ihr lebenden Menschen entwickeln können. Ballungszentren sind heute schon die energieeffizientesten Siedlungsformen. Gerade Österreichs Städte haben bereits in vielen Initiativen bewiesen, dass in punkto Energieeffizienz nicht nur großer Wille, sondern auch Tatkraft besteht. "Wir sind auch im Rahmen unserer Aktivitäten auf europäischer Ebene, wie zum Beispiel im Rat der Gemeinden und Regionen Europas bereit, ein konstruktiver Partner bei der Umsetzung der von Johannes Hahn genannten Ziele in der europäischen Regionalpolitik zu sein", sagt Thomas Weninger.

Informationen über den Österreichischen Städtebund

Etwa 65 Prozent der Bevölkerung und 71 Prozent der Arbeitsplätze befinden sich in Österreichs Ballungsräumen. Der Österreichische Städtebund ist die kommunale Interessenvertretung von insgesamt 246 Städten und größeren Gemeinden.

Der Verein wurde am 24. September 1915 gegründet und hat heute neben Wien und den Landeshauptstädten praktisch alle Gemeinden mit über 10.000 EinwohnerInnen als Mitglied. Die kleinste Mitgliedsgemeinde zählt knapp 1.000 EinwohnerInnen.

Die Mitgliedschaft ist freiwillig. Neben dem Österreichischen Gemeindebund, der die kleineren Gemeinden vertritt, ist der Österreichische Städtebund Gesprächspartner für die Regierung auf Bundes- und Landesebene und ist in der österreichischen Bundesverfassung (Art. 115 Abs. 3) ausdrücklich erwähnt. (Schluss)

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