Leitl: Regionalkommissar Hahn hat bedeutende Rolle bei Überwindung der Krise

Gerade auf regionaler Ebene kann viel für kleinere und mittlere Unternehmen getan werden

Wien (OTS/PWK023) - "Unser künftiger EU-Kommissar Johannes Hahn
hat seine Sache sehr gut gemacht und bewiesen, dass er für die Herausforderungen auf europäischer Ebene bestens gerüstet ist", betonte WKÖ-Präsident Christoph Leitl nach der Anhörung von Österreichs designiertem EU-Kommissar Johannes Hahn gestern Abend im Europäischen Parlament. Hahn könne in seinem Ressort sehr viel bewegen, da die Regionalpolitik die verschiedensten Bereiche berührt. Auch für die Zeit nach der Krise spiele die Regionalpolitik eine zentrale Rolle. "Die Regionen sind sozusagen die Herzen Europas. Auf dieser Ebene spüren die Bürger die Auswirkungen und Entscheidungen der Europäischen Union direkt. Johannes Hahn kann in seiner Position die Zukunft der Union entscheidend mitgestalten", so Leitl.

Der Regionalkommissar ist der direkte Ansprechpartner für andere Kommissare: "So kann er direkten Einfluss auf Initiativen anderer Kommissare und Generaldirektionen der EU-Kommission nehmen oder Aktivitäten in Politikbereichen anderer Ressorts anregen", streicht Leitl die Wichtigkeit des Ressorts Regionalpolitik heraus. Durch den Vertrag von Lissabon wurde die Regionalpolitik zudem deutlich aufgewertet.

Auch die kleinen und mittleren Unternehmen, die stark in den Regionen verankert sind, setzen große Hoffnungen in den künftigen Kommissar. "Gerade auf regionaler Ebene kann vieles für KMU getan werden", so Leitl. Umso wichtiger sei, dass das "Think Small First"-Prinzip künftig noch stärker berücksichtigt wird. Zudem sei für die Zukunft ein noch stärkerer Fokus auf die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der EU und vor allem die schwächeren Regionen wünschenswert. Auch die Bürokratie bei der Implementierung der Strukturfonds müsse weiter verringert werden. "Die Inanspruchnahme von EU-Fördermitteln darf nicht in einen unangemessenen Aufwand für die Betriebe ausarten."

Obwohl EU-Nettozahler, hat Österreich bisher von den EU-Strukturfonds massiv profitiert. Etwa 1,46 Milliarden Euro aus dem EU-Regionaltopf für 2007 bis 2013 fließen nach Österreich, das meiste in das ehemals strukturschwache Ziel 1-Gebiet Burgenland sowie in die Steiermark und nach Niederösterreich. (FA)

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/240

Rückfragen & Kontakt:

EU-Büro der Wirtschaftskammer Österreich
Mag. Franziska Annerl, Tel.: +32/474/472594

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0003