Managergehälter: WKÖ-Hochhauser sieht Handlungsbedarf nur bei staatsnahen Betrieben

EU-Empfehlungen für Manager-Gehälter wurden durch Corporate Governance Kodex 2010 vorbildlich umgesetzt - Ausweitung auf staatsnahe Betriebe wird gefordert

Wien (OTS/PWK022) - Im Hinblick auf die Begrenzung von Managergehältern sieht die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Anna Maria Hochhauser, Handlungsbedarf nur im staatsnahen Bereich. Das Schwingen der Gesetzeskeule gegenüber Unternehmen in Privatbesitz, wie das etwa von der Arbeiterkammer gefordert wird, sei hingegen nicht nachvollziehbar. "Ich halte nichts davon, dort nach neuen Gesetzen zu rufen, wo die Dinge ohnehin in Ordnung sind. Die Managerbezüge in privaten Unternehmen sind in erster Linie Sache der Eigentümer. Wo Steuergelder im Spiel sind, muss es aber einen klareren Rahmen geben", so Hochhauser.

Bei börsennotierten Unternehmen greifen die Empfehlungen des neu gefassten Corporate Governance Kodex, mit dem die jüngsten EU-Vorgaben so rasch wie in keinem anderen EU-Land umgesetzt wurden. Demnach soll die Höhe der Boni an "nachhaltigen, langfristigen und mehrjährigen Leistungskriterien" ausgerichtet sein und werden Abfindungen begrenzt. "Wir haben jetzt die sechste Kodex-Fassung innerhalb von sieben Jahren. Das zeigt, dass der Weg der freiwilligen Selbstregulierung funktioniert und Österreich rasch und flexibel auf neue Entwicklungen reagieren kann", betont Hochhauser.
Auch für die Banken und andere Unternehmen, die im Zuge der Krisenbewältigung Staatshilfe in Anspruch nehmen, gebe es in Österreich richtigerweise schärfere Auflagen in Bezug auf die Vergütungen.

Keine Höchstgrenzen, weder für feste noch für variable Bezüge Höchstgrenzen, gelten derzeit jedoch für Vorstände und leitende Angestellte von Unternehmen im Staatseigentum. "Gerade dort sind in den letzten Jahren aber die tatsächlichen Aufreger passiert, die bei uns allen die Emotionen hochgehen haben lassen", sagte die WKÖ-Generalsekretärin. Die Regeln und Instrumente des Corporate Governance Kodex zur Vergütung sollten deshalb auch auf nicht börsennotierte, staatsnahe Unternehmen ausgeweitet werden. "Durch eine entsprechende Veränderung der Vertragsschablonenverordnung, welche die Vergütung staatsnaher Unternehmen regelt, könnte hier auch bei den Staatsbetrieben für jene Transparenz gesorgt werden, die es bei den börsennotierten privaten Unternehmen bereits gibt ", so Hochhauser abschließend. (SR)

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