Verband Österreichischer Tierschutzorganisationen: Versuchsgenehmigung fragwürdig!

Wien (OTS) - Die für die nächsten 14 Tage in Sölden anberaumte Versuchsreihe, bei der 27 Schweine in einer simulierten Lawine lebendig begraben zu Tode gebracht werden sollen, löst bei den Österreichischen Tierschutzorganisationen geschlossen Bestürzung aus.

Seit den ersten Meldungen darüber in den Morgenstunden gehen in ganz Österreich bei den Mitgliedern des Verbands im Minutentakt Anrufe empörter Menschen ein.

"Grundlage jeder Genehmigung eines Tierversuchs muss der Nachweis der Unerlässlichkeit und der ethischen Vertretbarkeit sein - beides ist hier ganz offenkundig nicht der Fall!" stellt Mag. Stefan Moser, Vorsitzender des Verbandes Österreichischer Tierschutzorganisationen klar. "Einzige unmittelbare Konsequenz kann nur der sofortige Stopp dieser bereits begonnenen Versuchsreihe sein!" Viele Österreichische Mitgliedsorganisationen überlegen darüber hinaus rechtliche Schritte.

Wie es zu einer solchen Genehmigung überhaupt kommen konnte, wird vom zuständigen Wissenschaftsministerium genau zu erklären sein: "Die in den Medien beschriebene Ethikkommission existiert in Wahrheit nicht! Es gibt lediglich eine Sachverständigenkommission nach §12 des Tierschutzgesetzes, der aber derzeit weder ein Vertreter der Tierschutzorganisationen noch ein Ethiker angehören, also niemanden der die Interessen der Tiere tatsächlich vertreten würde!"

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