"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Blauer Lagerkoller"

Bisher ist Straches Asyl-Politik in eigener Sache nicht aufgegangen.

Wien (OTS) - Heinz-Christian Strache hatte geglaubt, einen Coup
mit großer Wirkung zu landen: Er gewährt den Kärntner Orangen im blauen Lager Aufenthalt - und das Bundes-BZÖ wird der heimischen Parteien-Szene verwiesen. Funktionären und Anhängern beider Gruppen behagt die Familienzusammenführung. Er kassiert auch die Stimmen jener, die einst Haider gewählt haben, ein - und ist auf dem Weg zur Nummer 1.
Straches Asyl-Politik ist bisher nicht aufgegangen: Viele Haider-Fans missbilligen die Flucht in den Schoß der bisherigen Erzfeinde. Auch Freiheitliche sind skeptisch. Mit dem BZÖ des Südens haben sie sich den Kriminalfall Hypo eingehandelt. Jetzt wird auch noch Straches neuer Spezi Uwe Scheuch der Korruption verdächtigt. Dessen Rechtfertigungsversuche sind hilflos bis lächerlich. Einmal sagt er, er könne sich an das Gespräch, bei dem es um Parteispenden für das BZÖ gegangen sein soll, nicht erinnern; dann sagt er, Passagen seien aus dem Zusammenhang gerissen.
Was sagt - der ansonsten mundflinke - Strache dazu? Vorerst nichts. Man stelle sich vor, was von ihm käme, hätten Rote, Schwarze oder Grüne die Hypo- und Parteispenden-Affäre zu verantworten.

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