AKNÖ begrüßt Ende des niederösterreichischen Bahnstreits

Haneder: "Nicht auf ArbeitnehmerInnen vergessen"

Wien (OTS/AKNÖ) - Die niederösterreichische Arbeiterkammer begrüßt das Ende des Streits zwischen ÖBB und Landesregierung um den niederösterreichischen Nahverkehr. Jetzt könne man an Lösungen für die niederösterreichischen ArbeitnehmerInnen und SchülerInnen arbeiten, sagte AKNÖ-Präsident Hermann Haneder in einer ersten Reaktion.

"Es ist gut, dass es offenbar eine Grundsatzlösung gibt", kommentiert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder die heute bekannt gewordene Einigung zwischen Landesregierung und ÖBB. "Wir haben immer gesagt: Es muss sichergestellt werden, dass die niederösterreichischen ArbeitnehmerInnen zu vertretbaren Bedingungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Arbeit und wieder nachhause kommen." Es sei zu hoffen, dass die Grundsatzeinigung das erleichtere. "Mehr können wir derzeit nicht sagen, unsere ExpertInnen werden die Details des Konzepts prüfen, sobald sie bekannt sind."

AKNÖ-Verkehrsexperte Thomas Kronister verweist auf die teils jahrzehntealten Forderungen und Konzepte der Niederösterreichischen Arbeiterkammer. "Wenn die Landesregierung Unterstützung für ein pendlerInnenfreundliches Nahverkehrskonzept braucht, stehen wir gerne zur Zusammenarbeit zur Verfügung", sagt Kronister. Er warnt vor zu großer Einseitigkeit. "Die ersten Ankündigungen sind sehr in Richtung Tourismus gegangen. Das alleine wird zu wenig sein: Erstens für die ArbeitnehmerInnen und SchülerInnen, die auf öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind und zweitens auch, um die Bahnen einigermaßen wirtschaftlich zu betreiben". Das gelte auch für die stillgelegten Bahnstrecken, die die Landesregierung übernehmen wird.

Positiv sieht Kronister die angekündigten Investitionen: "Jeder Cent, der in diese Bahnen fließt, wird dringend gebraucht." Waggons und Strecken seien zum Teil veraltet. Vor allem bei der Traisental- und der Erlauftalbahn seien die angekündigten Investitionen dringend notwendig. "Wenn diese Strecken saniert werden, sind häufigere und vor allem schnellere Verbindungen in die Landeshauptstadt möglich", sagt Kronister. Notwendig sei auch, dass mit den angekündigten Mitteln ein attraktives Angebot auf hochfrequentierten Strecken wie Gänserndorf-Wien gemacht werde.

Beim Nahverkehrskonzept werde die niederösterreichische Arbeiterkammer darauf achten, dass die Interessen der PendlerInnen berücksichtigt werden. Das gelte auch für die Preispolitik der Landesbahnen.

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