FPÖ-Lausch: Suchtmittelskandal in Justizanstalt Graz-Karlau deckt Versäumnisse des Justizministeriums in erschreckender Weise auf

Jahrelanger Drogenhandel von Häftlingen muss endlich Umdenken bei Bandion-Ortner auslösen

Wien (OTS) - Wie heute durch die Medien bekannt wurde, haben vier türkische Haftinsassen der Justizanstalt Graz-Karlau über Jahre hinweg einen blühenden Drogenhandel betrieben. Mit Hilfe einer Komplizin außerhalb des Gefängnisses ist es Ihnen gelungen, kiloweise Suchtmittel nach Freigängen in die Haftanstalt zu schmuggeln. Dabei bedienten sie sich sogenannter, mit Suchtmitteln gefüllter, "Bodypacks" die sie in Körperöffnungen versteckten.
Für den Justizwachebeamten, FPÖ- NAbg. Christian Lausch ist klar:
"Das Justizministerium muss nun endlich aufwachen und ihre Untätigkeit im Kampf gegen Suchtmittel aufgeben. Es hat sich gezeigt, dass die üblichen Drogentests in den Justizanstalten den Handel mit Drogen nicht eindämmen können. Es kann daher nicht sein, dass das BMJ die Anschaffung von Suchtmittelspürhunden, die in anderen europäischen Strafanstalten selbstverständlich eingesetzt werden, weiter verweigert."

In einem Entschließungsantrag und mehreren parlamentarischen Anfragen fordert Lausch seit Monaten vehement die Anschaffung von Suchtmittelspürhunden für die Justizanstalten. Von Seiten des schwarzen Ministeriums wird hingegen ein Einsatz der Tiere strikt abgelehnt, obwohl auch der Rechnungshof mehrfach eindringlich zu einer Anschaffung geraten hat.

"Der Fall von Graz-Karlau zeigt einmal mehr auf, dass Urintests und Ähnliches bei der Suche nach versteckten Drogen untauglich sind. Ein Spürhund der direkt an der Person sucht, kann hingegen weitaus erfolgreicher sein. Insbesondere in Bayern werden diese Tiere aufgrund ihrer hohen Aufklärungsquote und enormen Präventivwirkung in den Justizvollzugsanstalten eingesetzt", erklärt Siegfried König vom Zentralausschuss der Justizwache.

"Will man dem überbordenden Drogenproblem in unseren Gefängnissen endlich Herr werden, darf man nicht die Hände in den Schoß legen. Sicherheit benötigt nun einmal Kontrolle. Der aktuelle Fall zeigt, dass die derzeitigen Mechanismen nicht ausreichen, um die 28 Justizanstalten in Österreich auch nur halbwegs suchtmittelfreie zu halten. Frau Bundesminister Bandion-Ortner sollte daher schleunigst ihre Blockadehaltung in Sachen Spürhund aufgeben und den Expertenempfehlungen folgen, damit sich Skandale wie in Graz-Karlau nicht häufen", schließt Lausch.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4468

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0003