Moser: NÖ-Bahn-Einigung von Bures und Pröll unzureichend

Grüne: ÖBB kommen sehr billig davon - Weg zur Öffi-Offensive noch weit

Wien (OTS) - "Die heute großspurig präsentierte NÖ-Bahn-Einigung von BM Bures und LH Pröll ist enttäuschend. Alles ist besser, als den ÖBB weiter für schlechtes Angebot das Geld nachzuwerfen. Die Übernahme von mehr Verantwortung durch das Land ist daher ein richtiger erster Schritt. Der Weg aus dem Bahn-Desaster wird aber noch weit und teuer sein. Die heute präsentierten Summen sind dafür völlig unzureichend", kritisiert Gabriela Moser, Verkehrssprecherin der Grünen.

Nach jahrzehntelangem Regierungs-Desinteresse in St.Pölten und Wien ist bei Nahverkehr und Regionalbahnen in Niederösterreich der Karren völlig verfahren. "Das ist ein Armutszeugnis für Bures und Pröll", so Moser. Den Niedergang der Bahn in NÖ mussten die Fahrgäste mit ständigen Angebotsverschlechterungen, Bus statt Bahn, Verspätungen und schlechten Anschlüssen ausbaden. "Kein Wunder, dass es zuletzt zu massiven ÖBB-Fahrgastverlusten und entgegen allen klimapolitischen Lippenbekenntnissen zu Rückverlagerungen auf die Straße kam. Vieles im Schienenverkehr in NÖ ist schon unrettbar kaputt, und mit den heute präsentierten Summen wird nur ein Teil der Löcher gestopft. Von der nötigen Groß-Offensive im Öffentlichen Nahverkehr und bei den Regionalbahnen ist leider noch nichts zu sehen, dem heutigen Jubel von BM Bures und LH Pröll zum Trotz", unterstreicht Moser.

Die Verkehrssprecherin der Grünen weist auf die Lücken und Schwachpunkte der Einigung hin: "Es stehen weiterhin Streckenstilllegungen im Raum, denn viele von den ÖBB heruntergewirtschaftete Strecken, die wiederholt als 'Einstellungskandidaten' gehandelt wurden, tauchen in der heutigen SPÖ-ÖVP-Einigung gar nicht auf, vom Weinviertel über die Innere Aspangbahn bis ins Traisen- oder Kamptal. Besonders skandalös ist, wie billig Doris Bures und Erwin Pröll die ÖBB davon kommen lassen:
Die ÖBB haben sich - vielfach gesetzwidrig, und das unter den Augen der untätigen Aufsicht des Verkehrsministeriums - in den letzten Jahren ein Vielfaches dessen erspart, was sie jetzt mit einmalig 50 Mio. dazulegen müssen. Bedauerlich ist auch, dass regionale private Initiativen wie bei der Ybbstalbahn offenbar nicht aufgegriffen werden sollen. Es ist aber gerade angesichts der nunmehrigen Spar-Einigung von Bund und Land unverändert nötig, alle konstruktiven Kräfte zu bündeln, damit das Bahn- und Öffi-Desaster in der Ostregion endlich ein Ende hat", so Moser.

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