Schatz begrüßt ÖGB-Forderung nach Arbeitszeitverkürzung

Grüne: Gesetzliche Lösung ist anzustreben

Wien (OTS) - "Ich begrüße diesen weiteren Impuls des ÖGB in der Debatte zur Arbeitszeitverkürzung", erklärt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen. Allerdings sei neben mündlichen Bekenntnissen auch seitens Minister Hundstorfers zur Eindämmung der Überstunden im Sommer 2009 bis heute nichts Konkretes geschehen.

"Arbeitszeitverkürzung muss für alle Beschäftigten zugänglich werden. Attraktivere Arbeitszeit-Modelle für ohnehin schon attraktive Männerjobs in der Metallbranche, so wie es der ÖGB jetzt vorschlägt, sind zu wenig", so Schatz.
Arbeitszeitverkürzung muss mehr sein als ein Notfallsinstrument zur Unterstützung bestimmter Sektoren in der Krise . Schatz: "Eine flächendeckende Arbeitszeitverkürzung ist die Voraussetzung für eine gerechtere Verteilung von bezahlter Arbeitszeit insgesamt, insbesondere zwischen Frauen und Männern. Sie ist damit auch die Basis für eine gerechtere Verteilung von unbezahlter Arbeit, wie Betreuung und Pflege, die wir dringend brauchen." Um diese Ziele zu erreichen ist eine gesetzliche und flächendeckende Lösung wie die Einführung der 35-Stunden Woche notwendig. Ein wichtiger erster Schritt sei allerdings die schnelle und effektive Eindämmung der Überstunden in Österreich. "Die Überstunden wachsen aufgrund massiver steuerlicher Begünstigungen und einer starken Ausbreitung von All-In-Verträgen noch immer in den Himmel und sind trotz Krise nicht wesentlich zurück gegangen. Hier braucht es dringend gesetzliche Maßnahmen", so Schatz. Entsprechende Anträge der Grünen liegen im Nationalrat vor.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/100

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003