Pensionskassen: Performance ist noch nicht Erfolg

Verluste in restlicher Lebenszeit der Pensionisten unaufholbar

Wien (OTS) - Das geltende PK-Gesetz verhindert auch in Jahren mit überproportionalen Erträgen Pensionserhöhungen über 1-2%. Um die Verluste der letzten Jahre auszugleichen, wären außerdem zweistellige Prozentzuwächse über mindestens 10 Jahre notwendig. Das würden die meisten der heute im Schnitt 70-jährigen Pensionisten nicht erleben. Außerdem sind Jahre mit solchen Ergebnissen unrealistisch. Aber auch Performances wie 2009 sind nicht die Regel, wie das Veranlagungsgeschick der Pensionskassen in den letzten zehn Jahren gezeigt hat, in denen die durchschnittliche Performance bei etwa 2% gelegen ist - also bis zu 5% unter jenen Ergebnissen, die Voraussetzung für ungekürzte Pensionen sind.

An diesem Befund ändert daher die Aussage der Pensionskassen nichts, das Jahr 2009 habe gute Erträge gebracht. Es sind Erträge für die Pensionskassen - nicht für die Pensionisten und die noch aktiven Pensions-Ansparer. Der Hinweis, Pensionisten könnten mit deutlichen Erträgen rechnen, kann nur als Hohn klassifiziert werden.

Das geltende Pensionskassengesetz erlaubt außerdem nur Pensionskürzungen unbegrenzt, verweigert aber den Pensionisten den fairen Anteil - auch in den spärlichen guten Jahren.

Um diese Schieflage zu korrigieren, fordert Pe|ka|be die Abschaffung der verpflichtenden Dotation einer Schwankungsrückstellung für Pensionisten. In der Ansparphase ist der Aufbau einer Schwankungsrückstellung durchaus gerechtfertigt, in der Auszahlungsphase ist sie ein Unding.

Siehe auch OTS0107 von heute.

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